Hilfsmaterial zum Gemüseschnitzen

Kleben und Zusammenstecken

Sekundenkleber alias „Gemüseleim“

Als Gemüseleim kann herkömmlicher Sekundenkleber verwendet werden. Ich habe damit gute Erfahrungen gemacht. Die Werke kleben sofort gut aneinander und können danach auch problemlos ins Eiswasser gelegt werden.
Auch kleine Ausrutscher und Versehen können so (fast) unsichtbar geflickt oder vertuscht werden!
Wichtig! Geleimte Kunstwerke sind natürlich nicht mehr essbar !!!

Holzspiesse (Schaschlikspiesse)

Mit Holzspiessen werden die grossen Arrangements zusammengesteckt.
Ein gespaltenes und geknicktes Spiesschen kann aber auch Beine für Heuschrecken, Libellen und dergleichen liefern.

 

 

Zahnstocher

Zahnstocher liefern die Verbindung zwischen den einzelnen Teilen eines Motivs, dienen aber auch zum Zusammenbauen der Arrangements.

 

Blumendraht

Ein vielseitiger Helfer.

Einige Beispiele: Fast unsichtbar trägt er fliegende Schwäne und Schmetterlinge über unsere Kunstwerke.
Als Agraffen (umgekehrte „U“s) gebogen kann man Blätter und andere feine Elemente auf der Unterlage festmachen.
Anstelle von Holzspiesschen oder Shrimps-Beinchen können für Gurkengrashüpfer oder Libellen Beine gebogen werden.

Augen

Pfefferkörner

Pfefferkörner werden bei vielen Tieren als Augen verwendet.

Achtung: Pfefferkörner können im Eiswasser färben, so dass der Kakadu plötzlich braune Augenränder hat. Um ganz sicher zu gehen die Augenhölen vorbereiten, aber die Körner erst am Schluss einsetzen/einkleben.

Werden die Pfefferkörner einfach „in die Augenhölen“ gedrückt und das fertige Tier in Eiswasser gelegt, kann es sein, dass die Augen herausfallen. Dann einfach neu eindrücken…

Nelken, Gewürznelken

Nelken werden beispielsweise bei Radieschenmäusen oder Gurken-Heuschrecken als Augen verwendet.

 

Unterlagen, Hintergründe, …

 

Die Pferdchen müssen irgendwie befestigt werden. Sie reiten hier „über“ einer Wassermelone. Ein Ananas-Strunk dient als Palme und füllt das Motiv gleichzeitig aus.

Auch echte Blüten, frische Blätter und Zweige, können verwendet werden. Auch getrocknete Zweige mit eingetrockneten Blättern sehen dekorativ aus – und können im Winter hilfreich sein. Viele solcher Hilfmittel sind in Wald und Garten oder  in einer Floristikabteilung zu finden. Hier nur einige Anregungen…

Wichtig ist nur, dass es natürliche Elemente sind und (v.a. für öffentliche/kommerzielle Schaustücke) dass sie essbar bzw. nicht giftig sind!

 

Der Kakadu sitzt in trockenen Buchenzweigen. Auch Stängel von Orgegano oder Melisse eignen sich sehr gut.

Aber auch frische Tannenzweige im Winter, Laubäste oder Spragelzweige im Sommer, Goldrute im Spätsommer können verwendet werden. Die Phantasie darf voll ausgereizt werden!

Auf dem Bild wurde der Kürbis auf dem der Kakadu sitzt mit Blättern aus Zucchini verdeckt. Es können aber auch echte Blätter verwendet werden: Kürbisblätter, Salat (welkt rasch), Palmblätter, Bananenwedel, etc.

Als Unterlagen um Motive zu befestigen kann ein mit Steinen gefüllter Blumentopf dienen, Kürbisse und Melonen, Kartoffeln (z.B. für einen Mäusefels), Kohlköpfe, Bodenräben, …

Werden echte Blüten zwischen den geschnitzten eingebunden, so entstehen noch angeregtere Diskussionen bei den Betrachtern, was nun echt und was geschnitzt ist…

Auch Baumscheiben und Äste sind hilfreiche Gestaltungselemente. Eine Astgabel einfach in einen Übertopf stellen und mit Steinen auffüllen. Darauf können Vögel und Blumen angeordnet werden. Zum Befestigen von Vögeln und Blüten mit einem Bohrer (für Zahnstocher ca. 2mm) Löcher in die Äste bohren und ein Stück Zahnstocher reinstecken und das Motiv draufstecken.

Sollen weisse Rettich-Elefanten in brauner Erde stehen, so kann zum Beispiel Kaffeepulver gestreut werden. Für Wasserbüffel habe ich schon Rumpunsch-Sirup in einen Teller gekippt…

Ergebnisse des Frischhalte-Tests: Teil 3

Zum Schluss noch ein direkter Vergleich der Favoriten: die Ergebnisse der Proben 2, 3, und 5:

Probe-Nr Beschreibung
1 keine Behandlung
2 Zitronensaft-Konzentrat im Verhältnis 1:2 mit Wasser gemischt
3 3 TL Vitamin C in 2 dl warmem Wasser gelöst
4 3 TL Vitamin C & 1/2 TL Gummi Arabicum in 2 dl warmem Wasser gelöst
(Hinweis: Vitamin C und Gummi Arabicum zuerst mischen und erst dann ins Wasser geben, sonst klumpt das Gummi Arabicum)
5 ca. 3 TL Frischhaltepulver (Inhalt: E300, E414, E202, E420) in 2 dl warmem Wasser gelöst

 

Und die Bilder dazu:

Probe 2

Probe 3

Probe 5

Aufnahme 1: Frisch geschnitzt

Aufnahme 2: nach 45 Minuten

Aufnahme 3: nach 90 Minuten

Aufnahme 4: nach 120 Minuten (2 Stunden)

Probe 2

Probe 3

Probe 5

Aufnahme 5: nach 150 Minuten

Aufnahme 6: nach 180 Minuten (3 Stunden)

Aufnahme 7: nach 270 Minuten (4 ½ Stunden)

Aufnahme 8: nach 13 ½ Stunden

Ergebnisse des Frischhalte-Tests: Teil 2

Hier sind die Ergebnisse der Proben 1, 4 und 5 zusammengestellt:

Probe-Nr Beschreibung
1 keine Behandlung
2 Zitronensaft-Konzentrat im Verhältnis 1:2 mit Wasser gemischt
3 3 TL Vitamin C in 2 dl warmem Wasser gelöst
4 3 TL Vitamin C & 1/2 TL Gummi Arabicum in 2 dl warmem Wasser gelöst
(Hinweis: Vitamin C und Gummi Arabicum zuerst mischen und erst dann ins Wasser geben, sonst klumpt das Gummi Arabicum)
5 ca. 3 TL Frischhaltepulver (Inhalt: E300, E414, E202, E420) in 2 dl warmem Wasser gelöst

 

Und die Bilder dazu:

Probe 1

Probe 4

Probe 5

Aufnahme 1: Frisch geschnitzt

Probe 1 frisch geschnitzt Probe 2 frisch geschnitzt Probe 3 frisch geschnitzt

Aufnahme 2: nach 45 Minuten

Aufnahme 3: nach 90 Minuten

Aufnahme 4: nach 120 Minuten (2 Stunden)

Probe 1

Probe 4

Probe 5

Aufnahme 5: nach 150 Minuten

Aufnahme 6: nach 180 Minuten (3 Stunden)

Aufnahme 7: nach 270 Minuten (4 ½ Stunden)

Aufnahme 8: nach 13 ½ Stunden

Und der 3. Teil folgt auch gleich…  

Ergebnisse des Frischhalte-Tests: Teil 1

Hier sind die Ergebnisse der Proben 1, 2 und 3 zusammengestellt:

Probe-Nr Beschreibung
1 keine Behandlung
2 Zitronensaft-Konzentrat im Verhältnis 1:2 mit Wasser gemischt
3 3 TL Vitamin C in 2 dl warmem Wasser gelöst
4 3 TL Vitamin C & 1/2 TL Gummi Arabicum in 2 dl warmem Wasser gelöst
(Hinweis: Vitamin C und Gummi Arabicum zuerst mischen und erst dann ins Wasser geben, sonst klumpt das Gummi Arabicum)
5 ca. 3 TL Frischhaltepulver (Inhalt: E300, E414, E202, E420) in 2 dl warmem Wasser gelöst

 

Und die Bilder dazu:

Probe 1

Probe 2

Probe 3

Aufnahme 1: Frisch geschnitzt

Probe 1 frisch geschnitzt Probe 2 frisch geschnitzt Probe 3 frisch geschnitzt

Aufnahme 2: nach 45 Minuten

Aufnahme 3: nach 90 Minuten

Aufnahme 4: nach 120 Minuten (2 Stunden)

Probe 1

Probe 2

Probe 3

Aufnahme 5: nach 150 Minuten

Aufnahme 6: nach 180 Minuten (3 Stunden)

Aufnahme 7: nach 270 Minuten (4 ½ Stunden)

Aufnahme 8: nach 13 ½ Stunden

Weiter geht es gleich mit dem 2. Teil…

Der grosse Frischhalte-Test für Früchte- und Gemüseschnitzereien

Wie bleiben geschnitzte Früchte und Gemüse am längsten frisch? Ich habe den grossen Test gemacht!

Vorgehen

Pro Probe wurden Motive aus Glockenapfel, Boskop-Apfel, Karotte und Kartoffel gemacht und mit dem Frischhaltemittel besprüht.

Dann habe ich nach verschiedenen Zeiten Fotos der Proben gemacht, um zu vergleichen, wie unterschiedlich sie aussehen.

Fazit

Ich konnte keinen sehr grossen Unterschied feststellen zwischen der unbehandelten Probe und derjenigen, die mit einer Zitronensaftkonzentrat-Wasser-Mischung eingesprüht war: Sie verfärbten sich nach einiger Zeit.

Die übrigen drei Proben (mit Vitamin C / mit Vitamin C und Gummi Arabicum / mit einem käuflichen Frischhaltepulver) unterschieden sich untereinander auch kaum: Sie blieben schön und sahen auch nach Stunden noch wie frisch geschnitzt aus!

Bemerkungen

  • Ich habe die Früchte nur einmalig eingesprüht. Vielleicht ergibt sich ein anderes Ergebnis, wenn die Früchte in regelmässigen Intervallen besprüht werden.
  • Die Probe des Boskop-Apfels weist von Anfang an einige bräunliche Druckstellen auf. Diese Verfärbungen können natürlich auch mit einem Frischhaltemittel nicht mehr rückgängig gemacht werden.

Die Proben

Probe-Nr Beschreibung
1 keine Behandlung
2 Zitronensaft-Konzentrat im Verhältnis 1:2 mit Wasser gemischt
3 3 TL Vitamin C in 2 dl warmem Wasser gelöst
4 3 TL Vitamin C & 1/2 TL Gummi Arabicum in 2 dl warmem Wasser gelöst
(Hinweis: Vitamin C und Gummi Arabicum zuerst mischen und erst dann ins Wasser geben, sonst klumpt das Gummi Arabicum)
5 ca. 3 TL Frischhaltepulver-Mischung (Inhalt: E300, E414, E202, E420) in 2 dl warmem Wasser gelöst

 

Die Ergebnisse

  • Aufnahme 1: frisch geschnitzt
  • Aufnahme 2: nach 45 Minuten
  • Aufnahme 3: nach 90 Minuten
  • Aufnahme 4: nach 120 Minuten
  • Aufnahme 5: nach 150 Minuten
  • Aufnahme 6: nach 180 Minuten
  • Aufnahme 7: nach 270 Minuten
  • Aufnahme 8: nach 13 1/2 Stunden

In drei weiteren Artikeln habe ich die Aufnahmen der Ergebnisse zusammengestellt. Ich bitte um etwas Geduld, falls die Ladezeiten für die Seiten etwas länger sind als gewohnt: sie bestehen fast nur aus Bildmaterial…

  • Ergebnisse Teil 1: Die Proben 1 (keine Behandlung), 2 (Zitronensaft) und 3 (Vitamin C-Lösung) im direkten Vergleich.
  • Ergebnisse Teil 2: Die Proben 1 (keine Behandlung), 4 (Vitamin C & Gummi Arabicum) und 5 (Frischhaltepulver-Mischung im direkten Vergleich).
  • Ergebnisse Teil 3: Das Duell – Die Favoriten nochmals im Vergleich nebeneinander: Probe 2 (Zitronensaft), 3 (Vitamin C) und 5 (Frischhaltepulver-Mischung).

 

Haltbarkeit von Früchte- und Gemüseschnitzereien

Haltbarkeit und Aussehen der Kunstwerke aus Früchten und Gemüse werden vor allem durch folgende Faktoren beeinflusst:

  • Temperatur
  • Feuchtigkeitsverlust
  • Luft

Je nach Aufbewahrung und Behandlung – aber auch abhängig von den verwendeten Früchten und Gemüsen – kann die Haltbarkeit unserer Kunstwerke zwischen einigen Stunden und mehreren Tagen oder gar Wochen schwanken.

Wir können die Haltbarkeit verlängern: Die Kunstwerke müssen vor zu grossem Feuchtigkeitsverlust geschützt und möglichst kühl aufbewahrt werden, damit sich fäulniserregende Bakterien nicht ungestört vermehren können. Luft fördert ausserdem Verfärbungen durch Oxydation und Austrocknung.

Die Aufbewahrungsmethoden unterscheiden sich generell nach Gemüse und Früchten.

Schnitzereien, die längere Zeit aufgestellt sind, können etwa alle 20-30 Minuten mit kaltem (und nach Möglichkeit kalkfreiem) Wasser besprüht werden – bei Früchten empfiehlt sich zusätzlich der Zusatz von Frischhaltepulver um ein verfärben zu verhindern.

Dazu habe ich auch den grossen Frischhalte-Test gemacht.

Gemüseschnitzereien aufbewahren

Eine Eibischblüte aus KohlrabiEinige Gemüse wie Tomaten lassen sich schlecht aufbewahren und müssen daher stets frisch geschnitzt werden. Aber auch Zucchetti, Gurke und Kohlrabi lassen sich nur kurzfristig in kaltem Wasser frisch halten – nach einigen Stunden werden sie schwammig und beginnen mit der Zeit fürchterlich zu stinken!
Radieschen verlieren nach einiger Zeit im Wasser manchmal etwas Farbe, sehen aber ansonsten noch ganz gut aus.

Die meisten „harten“ Gemüse können aber in kaltem Wasser im Kühlschrank über mehrere Tage frisch gehalten werden, wenn das Wasser jeden Tag gewechselt wird.

In der kalten Jahreszeit kann man Gemüseschnitzereien über Nacht in einem Eimer mit Wasser nach draussen stellen. Aber Vorsicht: Frost beziehungsweise einfrieren schadet unseren Schätzen!
Im Sommer ist der Kühlschrank oder ein kalter Keller zu bevorzugen. Kurzfristig geht auch ein Eimer voll Wasser, der mit Eiswürfeln gekühlt wird.
Grössere Kunstwerke kann man auch in feuchte Tücher wickeln, die man gelegentlich etwas nachfeuchtet.

Früchteschnitzereien aufbewahren

Ein Schmetterling aus AnanasVerfärben

Früchte wie Äpfel, Birnen oder Bananen, aber auch Pilze verfärben sich schon bald nach dem Schnitzen bräunlich. Dies kann man verhindern, indem man diese Kunstwerke sofort nach Vollendung mit Zitronensaft oder Frischhaltespray (gelöstes Frischhaltepulver, siehe unten) einsprüht oder bestreicht.

Ich empfehle ein einfaches Frischhaltepulver. Dazu lösen Sie einfach etwas Ascorbinsäure (=E300 = Vitamin C) in etwas warmem Wasser. Alternativ können Sie auch Zitronensaftkonzentrat im Verhältnis 1:2 mit Wasser verdünnen. Zitronensaft ist jedoch viel weniger effizient.

Die Dekorationen können mit beiden Mitteln ohne Bedenken gegessen werden.

Aufbewahren

Wenn Sie die Dekorationen nicht sofort brauchen, legen Sie sie in einen verschliessbaren Behälter oder wickeln sie vorsichtig mit Frischhaltefolie ein. Je weniger Luft an die geschnitzten Oberflächen kommt, umso länger sehen die Früchte wie frisch geschnitzt aus.

Bewahren Sie die fertigen Objekte möglichst kühl auf – am besten im Kühlschrank.

Frischhaltepulver selbst gemacht

Vitamin C als einfaches günstiges FrischhaltepulverFrischhaltepulver kann man ganz einfach selbst machen: In einer Apotheke oder Drogerie etwas Vitamin C kaufen – auch bekannt als Lebensmittel-Zusatzstoff E300 (Ascorbinsäure).

Dieses Frischhaltepulver wird in warmem Wasser aufgelöst (wichtig, in kaltem Wasser löst es sich nicht!). Es wirkt besser als Zitronensaft und kann nach Bedarf angerührt werden. Die Früchte verfärben sich nicht mehr und sehen auch nach Stunden noch wie frisch geschnitzt aus.

 

Die bespritzten Kunstwerke können bedenkenlos gegessen werden.

Inhalt: E300 (= Vitamin C)

Frischhaltepulver

 

Anwendung

2-3 gehäufte Teelöffel des Pulvers in 2 dl warmem Wasser auflösen. Die Früchte direkt nach dem Schnitzen damit besprühen. Schauobjekte allenfalls von Zeit zu Zeit erneut besprühen.

Die angerührte Flüssigkeit ist im Kühlschrank etwa 2 Wochen haltbar.


Es gibt käufliche Pulver, die je nach Hersteller mehrere der folgenden Inhaltsstoffe aufweisen: E300, E414, E202, E420

Es hat sich aber gezeigt, dass die Verwendung von E300 allein bereits sehr gute Ergebnisse bringt. Dies bestätigt auch mein Frischhalte-Test.

Was aber verbirgt sich hinter den mysteriösen E-Nummern?

  • E300 => Vitamin C (Ascorbinsäure, L-Ascorbinsäure)
    Vitamin C wird als Konservierungsmittel, Antioxidans, Stabilisator und Säuerungsmittel verwendet.
    Vor Licht, Hitze und Luft und Feuchtigkeit geschützt ist es ca. 1 Jahr haltbar. In gelöster Form während ca. 2 Wochen.
  • E414 => Gummi arabicum (Arabischer Gummi)
    Gummi arabicum ist ein Verdickungsmittel.
    (Hinweis: kann gelegentlich Allergien auslösen)
  • E202 => Kaliumsorbat
    Kaliumsorbat ist ein Konservierungsmittel und soll besonders gegen Bakterien gut sein. Es gilt als unbedenklicher Zusatzstoff welcher natürlich in den unreifen Früchten der Eberesche vorkommt.
  • E420 => Sorbit
    Sorbit ist ein Feuchthaltemittel und Zuckeraustauschstoff für Diabetiker. (Kann bei mehr als 50g/Tag Durchfall auslösen.)

 

Hintergrund der Früchte- & Gemüseschnitzerei

Wie ich zur Gemüseschnitzerei gekommen bin

Das Schnitzen habe ich im Selbststudium anhand verschiedener Bücher gelernt. Als ich vor Jahren das erste Buch zur Gemüseschnitzerei in einem Weltbildladen fand, war ich sofort begeistert. Leider suchte ich lange vergeblich nach speziellen Gemüseschnitzmeisseln. Daher musste ich mich zuerst mit einfachen Dekorationen zufrieden geben, die man mit einfachen Küchenmessern schnitzen konnte.

Mein erstes Meisselset fand ich dann endlich bei der Mannhart AG, wo ich auch die Bücher von Xiang Wang fand. Nun konnte es richtig losgehen… Mittlerweile gibt es viele Bücher auf dem Markt und auch das Schnitzwerkzeug bekommt man hier und da … An verschiedenen Events konnte ich diese Kunst einem breiten Publikum vorführen.

Ursprung und Geschichte der Früchte- und Gemüseschnitzerei

Die Wurzeln der Kochartistik, wie man die Kunst des Garnierens und Dekorierens auch nennt, liegt weit zurück. Unabhängig voneinander entwickelte sich die Kunst der Früchte- und Gemüseschnitzerei in verschiedenen asiatischen Ländern und Kulturen. Die unterschiedlichen Länder entwickelten unterschiedliche Techniken, Motive und Werkzeuge.

Bereits um 600 nach Christus war in China das Garnieren von Speisen weit verbreitet. Diese Garnituren waren jedoch meist aus Teig gefertigt und Gemüse und Früchte kamen erst viel später ins Spiel.
Im Mittelalter wurde in Europa damit begonnen, Skulpturen aus Zucker zu machen und im 18. Jahrhundert entstand in Japan eine Kunst der Gemüsearrangements, Mukimono genannt. Aus diesen Ideen in Verbindung mit der noch älteren Kunst des Holzschnitzens entstand im Laufe der Zeit die Früchte- und Gemüseschnitzkunst.
Wann und wo genau sich die eigentliche Kunst des Früchte- und Gemüseschnitzens zu bilden begann kann ich nicht genau sagen – und ist auch nicht relevant. Tatsache ist, dass sie sich ganz langsam vor hunderten wenn nicht vor tausenden von Jahren irgendwo im fernen Osten zu entwickeln begann und uns bis heute erhalten blieb. Und ich freue mich, etwas von dieser Kunst zeigen und weitergeben zu können.

Die Schnitztechniken und die verwendeten Werkzeuge unterscheiden sich teilweise sehr stark von Land zu Land. In der modernen Gemüseschnitzerei unterscheidet man geographisch hauptsächlich zwischen zwei (bis drei) Schnitzstilen: dem thailändischen und dem chinesischen (& japanischen).

In Thailand wird nur ein einziges Messer mit einer schmalen, biegsamen Klinge benutzt. Damit werden hauptsächlich Blumen und Blüten aus Früchten geschnitzt:

 

In China dagegen wird mit einem grossen Sortiment an Messern, Meisseln und Formen gearbeitet und es werden vorwiegend Tiere aus Gemüse geschnitzt.

 

In Japan wird ähnlich wie in China gearbeitet, jedoch mehr ausstechend als schnitzend.

Die Moderne westliche Früchte- und Gemüseschnitzerei kombiniert diese verschiedenen Schnitzstile: Es werden gleichermassen Früchte wie Gemüse „verschnitzt“ – einerseits mit dem feinen Thaimesser (besonders Melonenschnitzereien), aber auch mit verschiedenen Meisseln.

Heute finden sich über die ganze Welt verteilt prächtige Gemüseschnitzereien. In vielen von uns wecken die Schnitzereien Ferienerinnerungen: Fantastisch dekorierte Buffets finden sich auf vielen Kreuzfahrtschiffen und in Hotels von Asien über die Türkei bis in die Karibik…

Es gibt leider nur sehr wenige Quellen über die Geschichte der Gemüseschnitzerei. Die wichtigsten, die ich gefunden habe sind:

 

Das Leben ist kein Ponyhof…