Archiv der Kategorie: BBQ und Grill – Rezepte

Bulls Eye BBQ Sauce – Nachbau

Dies ist ein versuchter Nachbau der legendären BBQ Sauce von Bulls Eye. Wie nah ans Original er wirklich kommt? Das ist nun wirklich egal… so richtig lecker muss sie einfach sein!! Und es ist eine Orientierungshilfe: wem die Bulls Eye Sauce schmeckt, dem sollte auch diese Sauce schmecken.

Ausserdem weichen selbst die Inhaltsangaben der „originalen“ Bulls Eye Sauce in Europa und den USA voneinander ab (siehe ganz unten). Was ist denn nun original?

Zutaten

  • 250 ml Ketchup
  • 90 g Worcestershiresauce
  • 40 g Butter
  • 45 g Weissweinessig
  • 1/4 TL Tabasco
  • 100 g brauner Zucker (80-120 g … selber abschmecken)
  • 1 TL Salz (vorsichtig dosieren und abschmecken…)
  • 1 EL Senfpulver
  • 3 EL Zwiebeln, getrocknet (oder Zwiebelpulver)
  • 1 TL Knoblauch, getrocknet

Alle Zutaten in einen Topf geben, gut verrühren und aufkochen.

Die Hitze reduzieren und ungefähr 15 Minuten simmern lassen. Dabei gelegentlich umrühren.

Die Sauce in Flaschen oder Gläser füllen und abkühlen lassen. Im Kühlschrank aufbewahren.

Vor dem Gebrauch sollte die Sauce mindestens einen Tag durchziehen damit sich der Geschmack entfalten und die Aromen verbinden können.

Wer die BBQ-Sauce mit Rauchgeschmack mag, kann noch etwas Liquid Smoke dazugeben. Ich mag das nicht: Entweder habe ich ein Stück Fleisch mit Rauchgeschmack, oder dann will ich das Steak auch ohne solchen… und schon gar nicht das eklige Liquid Smoke-Zeug. Just my opinion…

Quelle: Das Rezept basiert auf dem Rezept von User sukeyhamburg17 auf Chefkoch.de

Da es immer wieder zu Diskussionen zur „Originalität“ der Nachbaurezepte anhand bestimmter Zutaten kommt: Selbst die Zutatenliste der originalen US Bulls Eye Sauce weicht von der originalen europäischen Bulls Eye Sauce ab.

 Zutatenliste US-Version: Zutatenliste Europa Version:
 Maissirup*, Tomatenmark (Wasser, Tomatenmark), Essig, Melasse*, modifizierte Lebensmittelstärke*, Apfelessig, enthält weniger als 2% von: Salz, Honig, natürliches Rauch-Aroma, Senf-Mehl, Gewürzen, getrocknete Zwiebeln, Konservierungsstoff E-202, getrockneter Knoblauch. *Gentechnisch verändert  Tomatenmark (38%), Zucker (ca. 35%), Essig aus Agraralkohol, Melasse, Zwiebeln, modifizierte Stärke, Speisesalz, SENFMEHL, Maltodextrin, Rauch, Raucharoma, Gewürze, Knoblauch.

Quelle der Zutaten sind Nachforschungen im Internet…

Ketchup selbst gemacht (aus passierten Tomaten)

Ein einfaches Tomatenketchup. Ohne viel Schnickschnack, schnell gemacht aus passierten Tomaten aber mit wenig Zucker… Auch sehr gut geeignet als Basis für eigene BBQ-Saucen oder Grillsaucen.

Zutaten für ca. 500 ml Ketchup

  • 500 ml passierte Tomaten
  • 25 g Zucker
  • 20 g Apfelessig (abschmecken bis 25g)
  • 1/2 TL Salz
  • 1/2 TL Zimt
  • 1 Prise Piment

Alle Zutaten in einen Topf geben und aufkochen.

 

3 Minuten unter ständigem Rühren (achtung: spritzt!) sprudelnd kochen. Dann z.B. heiss in sterilisierte Gläser abfüllen.

Mit Salz und ggf. Essig abschmecken. Bei Bedarf kann ein Spritzer Zitronensaft helfen, den Geschmack etwas fruchtiger wirken zu lassen.

Tipp: Sollte das Ketchup zu dünnflüssig sein: 2 TL Speisestärke in wenig kaltem Wasser auflösen und ins kochende Ketchup einrühren. Kochen bis es bindet.

Im Kühlscharnk aufbewahren.  (Das selbst gemachte enthält weniger Zucker & Salz und schon gar keine Konservierungsstoffe gegenüber dem Industriellen Ketchup, welches dadurch auch geöffnet ungekühlt aufbewahrt werden kann.)

Konservieren: Heiss abgefüllt oder nach dem Abfüllen sterilisert hält der Ketchup ewig. Nach dem Öffnen im Kühlschrank aufbewahren.

Varianten: Gewürze nach Belieben verwenden. z.B. Piment, Nelken, Zimt, Ingwer, Pfeffer, Knoblauch, Lorbeerblatt

Ketchup aus frischen Tomaten machen. Dabei muss aber die Tomatenpampe selbst einreduziert werden, was ich nicht so toll finde…

Noch einige Gedanken zur „Zuckerbombe Ketchup„: Vielfach argumentieren Leute, selbst Ketchup zu machen, weil die Industrieprodukte zuviel Zucker und viele Zusatzstoffe enthalten. Tatsächlich sind aber die meisten Rezepte, die dann folgen richtige Zuckerbomben, gegenüber den üblichen Verdächtigen im Supermarktregal! Stiftung Warentest hat solche Ketchup’s getestet und die von Aldi („Kim“), Lidl („Vitakrone“), Heinz, Knorr, Edeka haben eine sehr gute Bewertung erhalten. Sie enthalten zwischen 16% und 25% Zucker, die meisten ca. 20%. Gleichzeitig sind sie ohne Süssstoffe (ich zweifle nämlich an, dass ein Produkt mit unter 10% Kristallzucker und Süssstoff gesünder ist – aber das muss jeder selbst wissen…). Quelle: Test Tomatenketchup 2008

Fazit: Wer sich die Mühen sparen will und trotzdem ein gutes Ketchup mit wenig Zucker mag, kaufe eine Flasche Kim bei Aldi… und die wohl berühmteste Marke hat den „Rekord“ mit 25.5% …

moer’s Buffalo Wings Sauce (milde Variante)

Hier meine persönliche Wing-Sauce. Die klassische Buffalo Wings Sauce ist eigentlich geschmolzene Butter mit Essig, Knoblauch und einer Art Tabasco („Frank’s Red Hot“ – Cayennepfeffer mit Essig, Wasser, Salz und Knoblauchpulver). Ich habe hier eine Kids-taugliche fruchtige Variante entwickelt – eine milde Buffalo Wings Sauce.

Zutaten

  • 30 g Butter
  • 1 TL Salz (???)
  • 60 ml Apfelessig
  • 105 ml Orangensaft
  • 15 ml Zitronensaft
  • 120 g Ketchup
    => Wer es scharf mag, kann einen Teil des Ketchups durch eine scharfe Sauce ersetzen oder Tabasco dazugeben.
  • 2 TL Paprika edelsüss
  • 2 Knoblauchzehen, gepresst
  • 2 TL Zwiebelpulver
  • (optional, wer es doch scharf mag: Tabasco (oder gar einen Teil des Orangensaftes durch Tabasco ersetzen…)

Die Butter in einer Pfanne schmelzen (sie darf nicht braun werden!). Die restlichen Zutaten dazugeben, gut verrühren. Mit Salz und Essig/Zitronensaft abschmecken.

Die Sauce eignet sich zum Glasieren von Chicken Wings, aber auch für viele andere (kalorienhaltige!) leckere Anwendungen.

Im Kühlschrank aufbewahrt, wird die Sauce wegen der Butter wieder fest. Gut mischen und kurz erwärmen macht sie wieder flüssig…

Rabid Rooster Rub nach Jack the Ribber

Heute wieder einmal ein leckerer Rub für Hähnchen am Stück und in Teilen nach einem Rezept von Grillmeister Ratgar. Das Originalrezept findet ihr beim OldMountainBBQ. Ich habe es leicht abgewandelt in mild und ohne Selleriesalz (sowas hab ich nicht…).

  • 2 TL Paprika edelsüss
  • 3 TL Salz
  • 3 TL Curry (süss)
  • 1 TL schwarzer Pfeffer
  • 1 TL Thymian
  • 1 TL Ingwerpulver
  • (optional: 1/2 TL Cayennepfeffer für Rabid Rooster Hot Wings)

Alles gut vermischen. Das Geflügel damit panieren und rösten…

Anmerkung zum Namen: Ein Rabid Rooster ist ein verrückter Hahn mit einer Überdosis Viagra (und nicht der Monogamie verfallen) …

Farmersalat

Eine einfache aber sauleckere Karottensalat-Variante als Beilage zum Grillfest.

Zutaten:

  • Sauce
    • 1 Becher Joghurt natur (ca. 150g)
    • 4 EL Mayonnaise
    • Salz
    • Pfeffer
    • Zitronensaft
  • 1/2 Knollensellerie
  • 1 Apfel
  • 4 grosse Karotten
  • 1 kleine Dose Ananas (in Stücken oder die Scheiben in Stücke schneiden 🙂 )

Für die Sauce alle Zutaten gut verrühren.

Die Sellerieknolle, den Apfel und die Karotten schälen und in Streifen hobeln und in die Sauce geben.

Die Ananasstücke dazugeben und alles gut vermischen.

Falls nötig etwas vom Ananassaft dazugeben und das ganze mit Zitronensaft, Salz und Pfeffer abschmecken.

 

Honig-Senf-Sauce

Diese Sauce passt zu … ja, wozu passt die denn nicht? Ob zu Fleisch, Fisch, Ei (mein Favorit anstelle Sauce Bernaise beim Egg Benedict!) … Ausserdem ist sie extrem schnell und einfach gemacht. Je nach Einsatzzweck kann sie ein wenig in die eine oder andere Richtung gepimpt werden. Immer die gleiche Sauce – und doch immer wieder anders.

Honig-Senf-Sauce
Honig-Senf-Sauce

Zutaten für 4-6 Portionen (Grundsauce)

  • 2 EL Honig
  • 1 EL Senf
  • Saft und abgeriebene Schale einer Zitrone (ca. 50 ml Saft und 1 gehäufter TL Schale) à zu verifizieren!!
  • Olivenöl
  • ¼ TL Salz
  • Pfeffer
  • Petersilie, gehackt
    (Anstelle Petersilie können auch andere Kräuter/Gewürze verwendet werden. Siehe unten…)

Honig, Senf und Zitronenschale mit dem Schwingbesen verrühren. Für diese kleine Portion benötigt es natürlich auch einen entsprechenden Mini-Schingbesen…

Langsam unter stetem Rühren den Saft einer Zitrone dazuträufeln. Damit das Töpfchen dabei nicht davonhüpft, einfach auf einen feuchten Lappen stellen…

Nun Olivenöl einrühren, bis die Konsistenz cremig wird.

Dann mit Salz und Pfeffer würzen und mit frischer gehackter Petersilie abrunden.

Anstelle von Petersilie können andere Kräuter und Gewürze verwendet werden, um die Sauce je nach Verwendung zu perfektionieren.

Zum Beispiel:

  • Rosmarin oder Estragon zu Rind.
  • Basilikum zu Kalb oder Grilltomate.
  • Thymian und/oder Oregano zu Schwein.
  • Curry, Chili oder Estragon zu Huhn.
  • Dill oder Kerbel zu Fisch und Ei. Wobei zum Egg Benedict auch Estragon hervorragend passt.

 

Die Sauce ist nach einem Rezept von Marcello Capecchi (Koch im Seerestaurant Portofino am See in Thalwil), erschienen in der „Schweizer Familie“ 23/2013.

BCC – Beer Can Chicken (Hähnchen auf der Bierdose)

Ein klassiker im Kugelgrill. Einfach, immer wieder beeindruckend und äusserst lecker! Das Bierdosenhähnchen – oder auf neudeutsch Beer Can Chicken (BCC). Weitere Bezeichnungen für diese Art der Zubereitung sind Besoffenes Huhn/ Drunken Chicken, Beer Butt Chicken (BBC).

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BCC Lemonhead

Zutaten für 1 Hähnchen (ca. 2 Portionen)

  • 1 Brathähnchen (ca. 1200 g), küchenfertig
  • 1 Hühnersitz
    alternativ: 1 5dl-Bierdose (-> Diskussion am Ende des Beitrags)
  • ca. 2 dl Flüssigkeit: ich verwende Bier oder Weisswein
  • Hähnchen-Gewürz – z.B. moer’s Chicken Dust Rub
  • optional frische Kräuter für den „Innenraum“: Thymian, Rosmarin und Zitronenverbende (oder Zitronenschnitze)
  • optional für Deko-Kopf: Karotte, Olive, Zahnstocher & Holzspiess, Kartoffel oder kleine Zitrone

Den Kugelgrill vorbereiten und 1 Anzündkamin Briketts durchglühen. In meine 57er Weberkugel passen bis zu 4 Hühner hintereinander: bis zu drei auf dem Rost mit Deckel, bei vier mit dem Pizza/Drehspiess-Aufsatz.

In der Zwischenzeit das/die Hähnchen trockentupfen und mit dem Rub einreiben. (Zur besseren Haftung des Rubs kann das Hähnchen mit etwas Rapsöl eingerieben werden.) Falls die Flügel mit einer Schnur festgebunden sind, die Schnur entfernen und die Flügel lässig hängen lassen.

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Hähnchen auf Hühnersitzen
Beer Can Chicken (BBC)
Hähnchen auf einer Bierdose (in einem Halter für besseren Sitz)

Wenn die Briketts durchgeglüht sind, die beiden Kohlekörbe links und rechts platzieren und die glühenden Kohlen hineingeben. Anders als auf dem Bild lege ich dann in die Mitte eine Tropfschale mit Wasser und dann den Rost drüber. Darauf platziere ich die Hähnchen.
Beer Can Chicken (BBC)
Nach ca. 75 Minuten saunieren ist das Hühnchen gar, knusprig …Beer Can Chicken (BBC)

… und bereit zum Essen!

Beer Can Chicken (BBC)
BCC spartanisch – kopflos

Wer mag kann zur Deko zum servieren noch einen Kopf basteln aus Karotte, Oliven und Kartoffel oder Zitrone. Bilder siehe am Schluss… Sie werden mit einem Holzspiess vor dem Servieren aufgesteckt. Oder käufliche Keramikköpfe werden VOR dem Garen aufgesetzt. Sie sollen die Halsöffnung verschliessen, damit kein wertvoller Dampf verloren geht…. ist auf jeden Fall einfacher und weniger kreativ wie selbst geschnitzte Köpfe.

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BCC Potatohead
BeerCanChicken_Lemonhead
BCC Lemonhead

Hühnersitz oder Bierdose? 

Wer es einfach einmal probieren will oder für unterwegs, da reicht eine Bierdose. Wer regelmässig BCC geniessen will, sollte sich die Anschaffung eines Hühnersitzes überlegen. Einerseits sitzen die Hühner darauf stabiler und andererseits spart man sich Gedanken und Diskussionen über allfällige schädliche Emissionen der Getränkedosen :mrgreen:

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Hühnersitze von Rösle – mit praktischem Halter (im Hintergrund neben der Dose)

Gyros nach JtR (Jack the Ribber) – mit Joghurtmarinade

Dieses tolle Gyros-Rezept ist eine alternative zu meinem Gyros vom Grill oder aus der Pfanne.

  • Marinade für 2-2,5 kg Fleisch
  • Würzmischung
    • 3 TL Korianderkörner, gemahlen
    • 3 TL schwarzer Pfeffer, gemahlen
    • 2 TL Kreuzkümmel (Cumin), gemahlen
    • 3 TL Thymian, gerebelt
    • 3 TL Chiliflocken
    • 3 TL Majoran, gerebelt
    • 3 TL Oregano, gerebelt
    • 3 TL Paprikapulver edelsüss
    • 2 TL Zwiebelpulver
    • 2 TL Knoblauchpulver
    • 0,5 TL Zimt
    • 2 (-3) TL Salz **
  • 1 Zwiebel
  • 2 Zehen Knoblauch
  • 150 ml Olivenöl
  • 360 g Joghurt (ungefähr… je nach Packungsgrösse 😎 )
  • 1 Schweinenacken (Schweinshals), rund 2 kg
  • 1 grosse Zwiebel

**) Das Salz kann auch weggelassen und erst beim Aufspiessen aufs Fleisch streuen. Ist m.E. aber nicht nötig.

Die Zutaten für die Würzmischung gut vermischen. Das Aroma wird maximal, wenn die Körner von Koriander, Pfeffer und Kreuzkümmel im Ganzen kurz angeröstet und frisch gemörsert werden!

Eine Zwiebel fein reiben und in eine ausreichend grosse Schüssel geben – so dass die Fleischstücke später gut eingerieben werden können.

Die Knoblauchzehen fein hacken (oder pressen) und dazugeben.

Die Würzmischung und das Olivenöl beigeben und gut verrühren.

Zum Schluss das Joghurt dazugeben und alles nochmals sehr gut verrühren.

Den Schweinehals in 5-10 mm dicke Scheiben schneiden und von allen Seiten gut mit Marinade bekleckern. Am besten mit beiden Händen kräftig einmassieren.

Die Steaks kommen in einer Dose oder im Vakuum für mindestens 1 Stunde, besser bis zum nächsten Tag in den Kühlschrank zum Durchziehen.

– – –

Den Anzündkamin mit einer vollen Ladung Briketts anfeuern. Dafür gut 30 Minuten einplanen… In der Zwischenzeit wird das Fleisch gespiesst.

Zuerst eine halbe Zwiebel auf den Spiess stecken. Dann lässt sich das Fleisch leichter aufschichten.

Nun werden die Fleischplätzchen schichtweise aufgespiesst … und zum Schluss mit der anderen Zwiebelhälfte abgeschlossen.

Die Kohlekörbe links und rechts in der Kugel platzieren. Dazwischen eine Wasserschale.

Kohle einfüllen, Wasser einfüllen, Grillrost drauf, Gyrosspiess drauf, Deckel zu und einregeln auf gute 220+ °C  …. und jetzt nicht gucken… der Deckel bleibt die nächsten 60 Minuten geschlossen! Nach 30-40 Minuten kontrollieren und ggf. die Hitze etwas erhöhen.

Nach ca. 60 -70 Minuten hat sich eine leckere Kruste gebildet und das Gyros ist reif für den ersten Schnitt. Das geschnittene warm halten. (Zum Beispiel in Folie und mit einer Flasche heissem Wasser in Decken gehüllt, oder in einer Styro-Box, oder im Backofen … )

Je nach verwendeten Briketts muss mal Kohle nachgelegt werden. Dazu gute 30 Minuten vorher(!) neue Briketts im Anzündkamin durchglühen.

Nach jeweils weiteren 20-30 Minuten kann eine weitere Portion geschnitten werden. Meist gibt es 2-4 Schnitte.

 

Quelle: Nach dem legendären Rezept von Ratgar alias Jack the Ribber auf oldmountainbbq.com. Vielen Dank für das tolle Rezept!

Brioche Buns für Hamburger und Pulled Pork

Hamburgerbrötchen, Buns, Hot Dog Brötchen, Sandwichbrötchen, Pulled Pork Buns – wie man sie auch nennen und wozu auch verwenden mag, tatsache ist: selbstgemacht ist am leckersten! Dies ist die amerikanische Variante meiner Hamburger Buns mit etwas mehr Zucker und Butter – basierend auf einem Brioche Teig.

Zutaten für 8 grosse Hamburgerbrötchen

  • 500 g Weissmehl (Typ 550)
  • 11 g Salz
  • 40 g Zucker oder Honig
  • 1 Pack Trockenhefe à 7g (oder 1 Würfel frische Hefe)
  • 80 g weiche Butter oder Margarine
  • 200 g handwarmes Wasser
  • 60 g lauwarme Milch
  • 2 Eier, verquirlt

Für die Glasur:

  • 3 EL Milch
  • 1 Prise Salz (eine gute Prise….)

Aus den Zutaten einen geschmeidigen Teig kneten. (Mindestens 5 Minuten kneten.)

Den fertigen Teig 1 Stunde gehen lassen.

Den Teig in 8 gleich grosse Stücke teilen (à 121g). Aus jedem Stück gibt es ein Brötchen für Hamburger oder Hotdog.

Nach Belieben sind auch grössere Brötchen möglich:

  • 5 Teiglinge à 198 g (für Schnitzelbrot)
  • 6 Teiglinge à 165 g
  • 8 Teiglinge à 123 g (für grosse Burger oder Pulled Pork)
  • 10 Teiglinge à 99 g (für normale Burger)
  • 12 Teiglinge à 82 g

Brötchen bzw. Rollen formen, flach drücken (ca. 1 cm dick), auf ein Blech (mit Backpapier) legen und zugedeckt nochmals 20-30 Minuten gehen lassen.

Ofen auf 200°C Umluft vorheizen.

Milch und Salz für die Glasur mischen und die Brötchen damit bestreichen.

Nach Belieben Sesamsaat über die glasierten Brötchen streuen.

Die Brötchen in der Mitte des Ofens 15-20 Minuten goldbraun backen.

Die Brötchen aus dem Ofen nehmen und zum Abkühlen mit einem Tuch bedecken, damit die Krusten weich bleiben.

Die fertigen Brötchen können auch gut eingefroren werden. Einfach über Nacht (im Gefrierbeutel) bei Raumtemperatur auftauen. Direkt verwenden, kurz aufbacken oder aufschneiden und die Schnittseiten kurz toasten.

Buckboard Bacon (BBB) – Heissgeräuchter Schweinenacken

Buckboard Bacon ist ein süsslicher heissgereäucherter Schweinenacken. Er benötigt etwas Geduld, weil der Nacken etwa 10 Tage gepökelt wird und danach noch 1 Tag Durchbrennen und dann einige Stunden räuchern muss, bevor er nochmals einen Tag auskühlen soll um dann endlich angeschnitten zu werden. Aber die Geduld lohnt sich….

Zutaten

  • 1 Schweinshals (Schweinenacken, Kamm) -> rund 2 Kilogram
  • Pökelmischung –> Die korrekte Salzmenge ist wichtig…
    • 100 g NPS (Nitritpökelsalz, Menge 50g/kg Fleisch!) *
    • 100 g Brauner Zucker
    • 1 EL Pfeffer
    • 1 TL Wacholderbeeren
    • 2 EL Knoblauchgranulat
    • 2 EL Zwiebeln granuliert
  • Würzmarinade zum Räuchern
    • Ahornsirup
    • Majoran
    • Pfeffer

*) Wer kein Pökelsalz bekommt oder verwenden will: es geht auch mit normalem Salz. Der Schinken ist dann weniger rot – geschmacklich haben Vergleichstest keinen Unterschied zu Tage gebracht…

 

Wacholderbeeren und Pfefferkörner im Mörser zermahlen und mit den restlichen Zutaten für die Pökelmischung vermischen. Die Salzmenge ist wichtig, von den restlichen Gewürzen darf es ruhig ein wenig mehr sein… (für 1 ganzen Nacken die Mengen in EL anstatt TL nehmen…)

Das Fleisch waschen, trocken tupfen und parieren.

Mit der Pökelmischung einreiben. Es muss die gesamte Würze verwendet werden, damit der Salzgehalt stimmt. Was nicht am Fleisch haften bleibt, kommt danach mit in die Tüte…

Jetzt kommt der Nacken in eine Vakuumiertüte, die restliche Würzmischung dazu und gut vakuumieren.

Jetzt wird der Bacon in spe für 10 Tage im Kühlschrank gepökelt (rund 4°C). Jeden Tag wird er umgedreht und etwas massiert.

 

Nach 10 Tagen (Tag 11) den Nacken aus dem Vakuum holen und gut abgewaschen. Nun darf er noch einen Tag im Kühlschrank „durchbrennen“. Dabei soll sich der Salzgehalt im Fleisch ausgleichen und das Fleisch wird fester. Den Nacken dazu am besten auf ein Gitter über einen Teller/Schale legen.

 

Am nächsten Tag (Tag 12) wird der Schinken vor dem Räuchern noch 4 Stunden gewässert: Er wird in eine Schale/Becken mit Wasser gelegt. Das Wasser wird nach jeder Stunde gewechselt.

Nicht vergessen, rechtzeitig den Smoker oder die Kugel mit Smokenator anzufeuern und einzuregeln.

 

Nach 4 Stunden wird der Schinken ein letztes Mal trocken getupft. 

Wer gerne einen runderen Schinken hat, kann den Schinken nun noch in Form binden.

Jetzt wird der Nacken mit Ahornsirup eingestrichen und mit einer dicken Schicht Majoran und etwas Pfeffer bestreut.

 

Endlich kann der Schinken geräuchert werden. Bei rund 100-110°C dauert es ungefähr 5 Stunden, bis der Schinken die Ziel-Kerntemperatur von 68°C erreicht (je nach Wunsch zwischen 65 und 72°C).

 

Sobald der Schinken die gewünschte Kerntemperatur erreicht hat, wird er in Jehova (Alufolie) eingewickelt und darf so auskühlen bis zum nächsten Morgen – obschon: die Jehova kann eigentlich weggelassen werden wenn keine Fliegen, Hunde oder andere Biester sich daran vergreifen können… Am besten in den Kühlen Keller hängen.

 

Jetzt ist er endlich fertig! Tag 13… 

Hauchdünn aufschneiden und aufs Brot legen… Hmmm…

 

Variante:

  • Würzmarinade zum Räuchern: Hier kann nach Geschmack und Vorlieben gespielt werden. Chillies für Schärfe, Koriander,….
  • Canadian Bacon: Anstatt Schweinshals einen Schweinerücken (CH: Nierstück) verwenden. Ist weniger fettig, dafür auch eher trockener… Der Schweinerücken muss nur 5-6 Tage gepökelt werden.

 

Quellen / Inspirationen: