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Krause Glucke im Bierteig

> > > Wichtig: Unbedingt den Hinweis zum Thema Pilze beachten! < < <

Zutaten für ca. 8-10 Scheiben Krause Glucke

  • 8-10 Scheiben Krause Glucke (ca. 1-2cm dick)
  • Salz und Pfeffer zum würzen der Glucken-Scheiben
  • Öl zum Ausbacken der Scheiben

Für den Bierteig:

  • 250ml Bier (alternativ kann auch Milch verwendet werden)
  • 125g Mehl (gesiebt)
  • 1 Ei
  • Salz

Für den Bierteig das Mehl und etwas Salz in eine Schüssel geben.

Das Ei in die Schüssel aufschlagen und das Bier dazugiessen.

Mit dem Handrührgerät zu einem dünnflüssigen Teig ohne Klumpen verrühren. Falls der Teig noch zu dick ist, etwas Bier nachgiessen.

Den Teig etwas quellen lassen (10-20 Minuten).

In der Zwischenzeit die Glucke vorbereiten (je nach Grösse und Verschmutzungsgrad vorher vorarbeiten, sonst quillt der Teig unter Umständen Stunden): Die Glucke gründlich putzen. Am besten bereits in 1-2cm dicke Scheiben schneiden und die einzelnen Scheiben unter fliessendem Wasser gründlich reinigen.

In einer Pfanne Öl erhitzen (oder in der Friteuse auf 180°C erwärmen).

Die Glucken-Scheiben durch den Teig ziehen und im Öl von beiden Seiten goldbraun braten (ca. 4 Minuten).

Auf einem Teller mit Haushaltspapier abtropfen und sofort servieren.

Dazu passt ein Baguette, etwas grüner Salat und ein kaltes Bier.

 

Dieses Rezept habe ich bei den Norwegen-Freunden gefunden. Dort finde ich immer wieder einmal Interessantes zu Pilzen.

Wichtiger Hinweis zu Pilzen

Ein wichtiger Hinweis zu allen Themen rund um Pilze auf diesen Seiten bzw. generell. Besonders aber für Beschreibungen, Bilder, Bestimmungs- & Unterscheidungsmerkmale!

Es dürfen nur Pilze gegessen werden, die von einem amtlich zugelassenen Pilzkontrolleur eindeutig bestimmt und zum Verzehr freigegeben wurden!

Eine Liste der offiziellen Pilzkontrolleure und Pilzkontrollstellen der Schweiz sind auf den Seiten der VAPKO (Schweizerische Vereinigung Amtlicher Pilzkontrollorgane) zu finden.

Die Angaben und Bestimmungsmerkmale sowie Fotos auf diesen Seiten sind nur eine Orientierungshilfe, niemals eine Essensfreigabe! Sie wurden nicht von einem Sachverständigen verifiziert und können unter Umständen falsch sein.

Alle Angaben sind nach bestem Wissen und Gewissen gemacht und überprüft. Trotzdem können sich – besonders bei Pilzen unter Umständen tödliche!!! – Fehler eingeschlichen haben.

 

Massnahmen bei Verdacht auf eine Pilzvergiftung

Telefon 145 – TOX-Zentrum Zürich (365 Tage, 24 Stunden!)

(Quelle: Pilze.ch)

  • Sofort einen Arzt beiziehen
  • Wenn möglich Brechreiz auslösen:
    • Finger in den Rachen halten
      oder
    • 3 gehäufte Teelöffel Kochsalz in einem Glas warmem Wasser auflösen und trinken
  • Pilzreste unbedingt sicherstellen (Rüstabfälle, Essensreste, Erbrochenes). Dies ermöglicht einem Pilzkontrolleur allenfalls festzustellen, welche Pilze für die Vergiftung verantwortlich sein können.
  • Widersetzen sie sich nicht einer Einlieferung ins Spital.
  • Das Schweizerische Toxikologische Informationszentrum Zürich STIZ (Tel. 145) gibt rund um die Uhr Auskunft über alle Gifte und Massnahmen. Zu statistischen Zwecken sollten alle Vergiftungsfälle dem TOX-Zentrum gemeldet werden.

 

Herbsttrompeten ‚En Gros‘!

Gestern habe ich gaaanz viele Herbsttrompeten gefunden!!!! Seit Wochen suche ich nach diesem exzellenten Pilz. Ohne Erfolg. Die Herbsttrompete wird auch Totentrompete genannt bzw. wissenschaftlich Craterellus cornucopioides:

Herbsttrompeten

Aber schön der Reihe nach… Absitzen, tief durchatmen  und noch ein Anlauf:

Nach der Arbeit bin ich wieder einmal wie in dieser Zeit üblich nicht auf direktem Weg nach Hause, sondern habe noch einen Abstecher in ein Waldstück gemacht. Mit Gummistiefel und Korb bewaffnet kreuz und quer durchs Unterholz gestreift. Pilze? Fehlanzeige. Nicht einmal einige fuchsige Trichterlinge oder Rötelritterlinge gabs heute zu finden.

Ich denke, ich laufe noch bis zum nächsten Weg durch ein lichtes Buchenwäldchen und dann dem Weg entlang zum Auto zurück.

 Hell und vor allem warm mögen es die Herbsttrompeten!

Plötzlich sehe ich eine Frau im Wald, die etwas auf dem Boden aufsammelt, etwas weitergeht und weiter aufsammelt und mich aus dem Augwinkel so komisch mustert. Ich schlendere in einem Bogen um die Frau und sinniere, was die wohl gefunden hat, wo man wie bei der Apfelernte einfach aufsammeln kann. Pilze können das wohl nicht sein. Vom ausbleibenden Pilzfund entmutigt schlendere ich lustlos durch den Wald. Plötzlich sehe ich etwas vor mir auf dem Boden:

 Na, das ist doch nicht … ? … DOCH, ENDLICH!!

Schlagartig begreife ich, was diese Frau wohl aufsammelt. Ich nehme die Pilze hoch und laufe einige Schritte weiter … und sehe die nächsten Trompeten .. und noch mehr … Bald schon ist der Korb gefüllt und ich müde aber überglücklich über diesen umfangreichen Erstfund.

Bis spät in die Nacht bin ich mit Rüsten der Pilze beschäftigt. Nur die Hälfte findet auf dem Dörrgerät platz. Der Rest wird locker in einen grossen Karton gelegt.

Am folgenden Morgen werden die getrockneten Pilze verräumt und der Trockner mit der zweiten Hälfte bestückt.

– * – * – * –

Heute bin ich nochmals in den Wald und habe den Korb gefüllt. Wahnsinn. Das ist wie Äpfel aufsammeln. Einfach der ganze Waldboden ist voll mit Herbsttrompeten – soweit das Auge reicht.

 Ein Korb voller Herbsttrompeten – und es hat noch viiiiele mehr!

Auf der einen Seite entwickelt sich eine regelrechte Gier – eine Sammelsucht. Auf der anderen Seite steigt ein leicht schlechtes Gewissen auf. So gierig soll man doch nicht sein… Doch, soll man, habe ich gelernt: Herbsttrompeten sollen gelegentlich in solchen Schüben auftreten. Danach kann es 2, 3, 4 Jahre fast keine mehr geben. Gemäss Studien tritt dieses Phänomen auf, unabhängig ob alle Pilze aufgesammelt werden oder ob alle stehen bleiben.

Das Gewissen ist also beruhigt. Der Vorrat muss also bis zur nächsten Schwemme reichen. Und schlafen kann ich nächste Woche, wenn es kalt wird und die Pilze vorüber sind…

Die Herbsttrompeten riechen nicht nur ausgezeichnet, es sind auch wunderschöne Pilze.

 Es gibt Dunkle …

 und helle Herbsttrompeten. Soweit das Auge reicht.

Einige sind sogar riesig gross:

Aber weder die Grösse noch bei den dunkeren die Farbe sind ein Anzeichen, dass die Pilze nicht mehr gut wären. Solange der Pilz fest/brüchig ist und gut riecht, sind sie gemäss Pilzkontrollstelle gut.