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Mein Weber One Touch Kugelgrill braucht ein neues Lüfterset

Ich habe keine Ahnung wie alt meine Weberkugel genau ist. Ich tippe auf rund 10 Jahre.

Vor einigen Tagen ist mir aufgefallen, dass ich die Temperatur in der Kugel nicht mehr sauber im Griff hatte. Als ich dann den Deckel aufgesetzt habe und der Grill nach 2 Stunden immer noch heiss war, habe ich einmal einen Blick reingeworfen. Als ich die Asche entleerte ist mir dann aufgefallen, dass die Lüfterflügel wohl schon bessere Zeiten durchlebt haben: Einer war nach oben geboen (links im Bild) und der andere hatte einen riesigen Flicken raus (rechts im Bild).

Guugl angeworfen und nach dem entsprechenden Ersatzteil gesucht. Weber sei dank gibt es das natürlich…

Bestellt und zwei Tage später habe ich das neue Set bei mir. Also geht es an den Einbau – bzw. zuerst an den Ausbau des alten.

Zuerst einmal den Aschetopf entfernen und die Asche entleeren.

In der beiliegenden Anleitung ist das entfernen der alten Lüfterflügel beschrieben. Es sind zwei Modelle beschrieben: die aktuellen und die alten.

Meiner muss also sehr alt sein, denn das System mit der Schraube, welche den Lüfterhebel fixiert ist überhaupt nicht mehr erwähnt.

Wie man auf dem Bild unten sieht, ist hier alles ziemlich stark verrostet. Die Schraube hat keinen Wank gemacht. Auch etwas Kriechöl hat nichts geholfen und als ich es mit der Zange versuchte ist die Schraube einfach abgebrochen:

Ich habe die Schraube dann ausgebohrt. Nun sollte ich den Lüfterhebel ja rausziehen können!

Natürlich hat auch der keinen Wank getan. Das hätte ich mir sparen können. Also habe ich die Flex geholt und den Lüfterhebel auf beiden Seiten weggeflext. Nun konnte ich das alte Lüfterset herausnehmen.

Nach dieser Aktion ist das Einsetzen des neuen Lüftersets der reinste Kindergeburtstag! Nun ist wieder alles dicht und hält hoffentlich einige Zeit.

Der Shop lieferte erst ab einem bestimmten Betrag portofrei. Darum musste ich mir endlich einen langen Wunsch erfüllen: den klappbaren Edelstahlrost von Weber. So kann ich künftig die Glut einfacher herumfummeln…

Er bewährt sich in der Praxis sehr gut!

BBQ-Mop (DIY)

Ein einfacher Do-It-Yourself BBQ-Mop zum Bepinseln des Fleisches während des Garens ist in wenigen Arbeitsschritten selbst gebaut. Berichte dazu und Anleitungen in verschiedenen Varianten gibt es zuhauf im Internet. Besonders gut gefallen hat mir die Anleitung auf wikihow.com mit abnehmbarem Kopf.

Der Mop sieht im Grunde aus wie der kleine Bruder eines Wischmops für den Boden.

Benötigtes Material:

  • Wolle / Garn (möglichst ungefärbt, nature)
  • 2 kleine Kabelbinder
  • 1 Rundholzstab, 20mm Durchmesser, 50cm lang
  • 1 Stuhlkappe, 20mm Durchmesser (so ein Plastikteil für unter runde Stuhlbeine, siehe Bild)
  • 1 Stück Draht für den Aufhänger

Und Werkzeug:

  • feine Holzsäge (Laubsäge) zum Ablängen des Rundholzstabes
  • Bohrmaschine
  • 3mm Bohrer
  • feines Schleifpapier (Körnung 180 oder 240)
  • irgend etwas zylindrisches mit ca. 10-12cm Durchmesser (z.b. ein Konfiglas)

Schritt 1: Mit der Holzsäge den Rundholzstab auf 50cm sägen. Das gibt die Stiellänge des Mops: Je länger der Stiel ist, desto weniger läuft man später gefahr, beim Bepinseln des Fleisches heisse Finger zu kriegen. Die Kanten mit einem Schleifpapier brechen (nicht rundschleifen).

Schritt 2: Mit dem 3mm Bohrer 2 Löcher in die Stuhlkappe bohren. Wenn „von innen heraus“ gebohrt wird, ist es nachher einfacher den Kabelbinder einzufädeln.

Schritt 3: Den Kabelbinder durch eines der Löcher in die Stuhlkappe einfädeln …

… und zum anderen Loch wieder hinaus.

Schritt 4: Nun kommt die grosse Zähl-Übung: Die Wolle ca. 100 mal um das Konfiglas (oder sonst ein zylindrisches Objekt mit ca. 10-12cm Durchmesser) wickeln. Dabei nicht zu straff anziehen, damit das Glas am Schluss entfernt werden kann.

Danach den Wollring sorgfälltig vom Glas streifen, ohne dass er sich entwirrt oder durcheinander gerät.

Schritt 5: Nun wird der Wollring-Knäuel in den Kabelbinder gefädelt …

… und sorgfälltig angezogen. Der Kabelbinder soll so kräftig wie möglich angezogen werden, ohne jedoch die Stuhlkappe zu beschädigen. Meist sind ja etliche Stuhlkappen in einem Paket und Kabelbinder hat man ebenfalls genügend…

Schritt 6: Nun werden die Wollfäden noch durchtrennt.

Der Mop-Kopf ist nun fertig und kann auf den Stiel gesteckt werden.

Schritt 7, der Aufhänger: Am Ende des Stiels ein Loch bohren …

… und ein Stück Draht einziehen, …

… verdrillen …

… und einklappen.

Das Verdillte Ende kann nun im Stiel verstaut werden. Das sieht schön aus und man kann sich nicht verletzen.

Grill Gate Oiling Kit von Steven Raichlen (SR8014)

Heute stelle ich ein neues Spielzeug vor: den Grill Gate Oiling Kit von Steven Raichlen. Oder zu deutsch das Grillrost-einöl-Set. Es besteht aus einer Edelstahldose mit einem Einsatz und lose aufgelegtem Deckel sowie zwei gerollten Baumwoll-Tüchern. Die Tücher gibt es auch als „Ersatzteile“ (SR8015) zu kaufen.

Ich habe den Kit nun seit einiger Zeit im Einsatz und bin ganz zufrieden damit.

Wozu benötigt man diesen Oiling Kit?

Die Tücher sind zum Einölen des Grillrostes, bevor das Grillgut aufgelegt wird. Durch das Einölen wird ein Ankleben des Grillgutes am Grillrost weitgehend verhindert und es gibt ein schöneres Grillbranding.

Die Dose ist natürlich eigentlich völlig überflüssig! Bisher hatte ich etwas Öl in einem TwistOff-Glas und jeweils ein Haushaltpapier mit der Grillzange ins Öl getunkt. Damit habe ich den Grillrost eingeölt und das Papier in den Müll geschmissen. Kalppt prima. ABER: die Edelstahldose hat Style…

Wie wird das Kit angewendet?

Die Edelstahldose wird bis zur Markierung mit Öl gefüllt. Zum Beispiel billiges Rapsöl.

Bis zu zwei gerollte Tücher können in der Box deponiert werden. Diese werden in die Vertiefung am Rand der Box gelegt. Die Box kann mit dem Deckel geschlossen werden. Allerdings muss die Box immer schön gerade gehalten und gelagert werden, da der Deckel nur lose aufgelegt ist.

Auf dem Bild sieht man unten ein neues (weisses) und ein schon gebrauchtes und darum geschwärztes Tuch.

Vor der Verwendung wird ein Tuch mit der Grillzange auf den gelochten Abtropfbereich gelegt. Ich fahre dann ein wenig hin und her um das überflüssige Öl abzustreifen.

Dann nimmt man das Tuch mit der Grillzange und ölt den Grillrost ein. Wenn noch etwas zu viel Öl im Tuch war, gibt es ein kleines Flammenmeer. Das geht aber rasch wieder aus.

Nach dem Einölen kann das Fleisch, Gemüse, … aufgelegt werden.

Das Tuch kommt zurück in die Vertiefung. Deckel auflegen und versorgen fürs nächste Mal. Gelegentlich muss das Öl nachgefüllt und bei Bedarf ein Tuch ausgewechselt werden. That’s it.

Bei mir steht die Dose unter dem Gartencheminée. So ist sie sauber verstaut und immer griffbereit.

Ein Bild sollte hier noch folgen…

Pitmaster moer’s Urteil

Das hübsche Teil ist sicher nicht unbedingt nötig. Aber es ist sehr praktisch und einfach zu handhaben. Ich möchte es nicht mehr missen.

Gekostet hat die Dose mit den zwei Tüchern 19.90 Euro. Ein Pack Ersatztücher (Grillrost Einöltücher) mit 8 Stück kostet ca. 7 Euro.

Ich werde einmal noch selbst gebastelte Nachfülltücher testen… und dann hier oder in einem eigenen Beitrag berichten.

 

Und der Vollständigkeit halber noch die Rückseite der Verpackung: