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BBQ Beans (Cowboy-Bohnen)

Ein klassischer Begleiter zum amerikanischen BBQ: Cowboy Beans, BBQ beans oder baked beans. Unglaublich lecker mit der süssen Schärfe …
Cowboy Beans

Die BBQ Bohnen können sehr gut auch draussen im Dutch Oven gekocht werden – ganz nach alter Cowboy-Manier…

Zutaten für 4 Portionen

  • Bohnen: getrocknet oder aus der Dose
    • 250 g getrocknete Bohnen
    • 2 Dosen Bohnen (weisse Bohnen/ Wachtelbohnen / Kidneybohnen – oder gemischt)
  • 100 g Speckstreifen (Bacon) oder Speckwürfel
  • 1 Zwiebel
  • 2 EL Ahornsirup
  • 1 1/2 EL BBQ Rub (z.b. Texas Style Rub)
  • 80 ml BBQ-Sauce (ungefähr…)
  • 1 Tasse Kaffee (optional)

Mit getrockneten Bohnen am Vortag starten!
Die Bohnen über Nacht in kaltem Wasser einweichen. (Mindestens 8-12 Stunden)
Am nächsten Tag das Wasser abgiessen und die Bohnen mit ausreichend frischem Wasser in einem Topf aufkochen. Bei kleiner Hitze etwa eine Stunde köcheln bis die Bohnen fast weich sind.
Die Flüssigkeit abgiessen, aber zurückbehalten. Sie wird zum strecken der Sauce verwendet!

Am nächsten Tag oder mit Bohnen aus der Dose:
Ich verwende meist Bohnen aus der Dose – aus purer Bequemlichkeit. Die Bohnen aus der Dose in ein Sieb giessen und gut abspülen. Ich mag die Dosenpampe nicht.

Den Bacon klein schneiden oder Speckwürfel verwenden.
Die Zwiebel schälen und grob hacken.
In einer Pfanne den Bacon anbraten.
Dann die Zwiebel dazugeben und glasig dünsten.
Den Ahornsirup dazugeben und den Bacon und die Zwiebeln leicht karamelliesieren lassen.
Cowboy Beans  Cowboy Beans

Nun die restlichen Zutaten dazugeben: Bohnen, BBQ Sauce und Gewürzmischung.
Echt cowboyanisch kann noch eine Tasse Kaffee dazugegeben werden. Das ergibt den für Baked Beans typischen leicht herben Geschmack. Falls weiter Flüssigkeit nötig
ist, etwas Wasser dazugeben – am besten vom Kochwasser der Bohnen.

Cowboy Beans  Cowboy Beans

Alles gut durchrühren und bei kleiner Hitze 30-45 Minuten schmoren.
Mit Salz und Pfeffer abschmecken.
Cowboy Beans

Die Baked Beans schmecken übrigens auch kalt oder am nächsten Tag noch sehr lecker…

Bohnen dörren

Heute gibts die erste Bohnenschwemme des Jahres. Zwei Eimer voll Stangenbohnen sollen nun gedörrt werden. Dieses Jahr habe ich die bewährte Sorte Blauhilde und eine neue grüne Testkandidatin Neckarkönigin. (Die Ura haben sich die letzten zwei Jahre nicht wirklich bewährt.)

Die Bohnen werden entfädelt und entspitzt. Fäden gibt es praktisch keine. Die Spitzen werden gekappt, damit die trockenen Bohnen später den Beutel nicht zerpieken und Luft reinkommt.

Dann werden die Bohnen der Länge nach eingeschnitten. Ich achte darauf, dass ich besonders die Kerne erwische und öffne. Vermutlich trocknen sie so schneller bis in die Kerne und/oder sie nehmen das Wasser wieder besser auf ?? Keine Ahnung ob das nötig und wozu das nützlich ist. Mir wurde das einst so erklärt und die Bohnen wurden immer top. Der Aufwand ist ebenfalls vertretbar – und so mach ich’s halt.

Dann kommen sie auf die Trockengitter für den Trockenautomaten. Ich habe so ein Billigteil: Temperatur ist nicht einstellbar, der Timer wird mittels einfacher Zeitschaltuhr nachgerüstet. Dafür habe ich 9 Böden zum Befüllen. Zum Lückenfüllen zerschneide ich auch einige der Bohnen (dazu eignen sich die krummen… ). Diese werden dann für Eintöpfe und dergleichen verwendet – oder für Dörrbohnensalat.

Nachdem ein knapper Eimer den Dörrapparat gefüllt haben, habe ich beschlossen, dass er Verstärkung braucht und kurzerhand einen zweiten dazugeholt. Nun habe ich insgesamt 18 Dörrgitter zur Verfügung. Die Tomaten- und Pilz-Saison kann kommen 🙂

Nach einigen Stunden müssen die Gitter im Low-Cost-Dörrapparat getauscht werden. Hier Bilder nach 8 Stunden.

Oben sind die Bohnen noch „fangfrisch“,

in der Mitte sind die Bohnen angewelkt …

… während die untersten bereits trocken sind. (OK, eigentlich sollten auch maximal 8 Böden verwendet werden …)

Nach weiteren Stunden werden die Gitter nochmals vertauscht. Nun brauchen die schon trockeneren Bohnen bereits viel weniger Platz und können zusammengeschüttet werden. Dadurch steigt die Trockenleistung erneut an. Die dickeren Bohnen brauchen auch länger … und so wird weitergedörrt, bei Gelegenheit umgeschichtet und zusammengeschüttet – bis die Bohnen rascheltrocken sind.

Dann dürfen sie kurz abkühlen und kommen in feste Tiefkühlbeutel – oder noch besser dichte grosse Gläser.

Ich sortiere noch nach kurzen und langen Trockenbohnen …

und verpacke sie dann getrennt.

Und wie herrlich das in der ganzen Werkstatt duftet!!!!!

Und nun? Wie man Dörrbohnen schnell und einfach zu einer köstlichen Beilage verkocht, verrate ich in einem anderen Beitrag. Nur soviel sei verraten: 12 Stunden einweichen sind dazu nicht notwendig…