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BCC – Beer Can Chicken (Hähnchen auf der Bierdose)

Ein klassiker im Kugelgrill. Einfach, immer wieder beeindruckend und äusserst lecker! Das Bierdosenhähnchen – oder auf neudeutsch Beer Can Chicken (BCC). Weitere Bezeichnungen für diese Art der Zubereitung sind Besoffenes Huhn/ Drunken Chicken, Beer Butt Chicken (BBC).

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BCC Lemonhead

Zutaten für 1 Hähnchen (ca. 2 Portionen)

  • 1 Brathähnchen (ca. 1200 g), küchenfertig
  • 1 Hühnersitz
    alternativ: 1 5dl-Bierdose (-> Diskussion am Ende des Beitrags)
  • ca. 2 dl Flüssigkeit: ich verwende Bier oder Weisswein
  • Hähnchen-Gewürz – z.B. moer’s Chicken Dust Rub
  • optional frische Kräuter für den „Innenraum“: Thymian, Rosmarin und Zitronenverbende (oder Zitronenschnitze)
  • optional für Deko-Kopf: Karotte, Olive, Zahnstocher & Holzspiess, Kartoffel oder kleine Zitrone

Den Kugelgrill vorbereiten und 1 Anzündkamin Briketts durchglühen. In meine 57er Weberkugel passen bis zu 4 Hühner hintereinander: bis zu drei auf dem Rost mit Deckel, bei vier mit dem Pizza/Drehspiess-Aufsatz.

In der Zwischenzeit das/die Hähnchen trockentupfen und mit dem Rub einreiben. (Zur besseren Haftung des Rubs kann das Hähnchen mit etwas Rapsöl eingerieben werden.) Falls die Flügel mit einer Schnur festgebunden sind, die Schnur entfernen und die Flügel lässig hängen lassen.

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Hähnchen auf Hühnersitzen
Beer Can Chicken (BBC)
Hähnchen auf einer Bierdose (in einem Halter für besseren Sitz)

Wenn die Briketts durchgeglüht sind, die beiden Kohlekörbe links und rechts platzieren und die glühenden Kohlen hineingeben. Anders als auf dem Bild lege ich dann in die Mitte eine Tropfschale mit Wasser und dann den Rost drüber. Darauf platziere ich die Hähnchen.
Beer Can Chicken (BBC)
Nach ca. 75 Minuten saunieren ist das Hühnchen gar, knusprig …Beer Can Chicken (BBC)

… und bereit zum Essen!

Beer Can Chicken (BBC)
BCC spartanisch – kopflos

Wer mag kann zur Deko zum servieren noch einen Kopf basteln aus Karotte, Oliven und Kartoffel oder Zitrone. Bilder siehe am Schluss… Sie werden mit einem Holzspiess vor dem Servieren aufgesteckt. Oder käufliche Keramikköpfe werden VOR dem Garen aufgesetzt. Sie sollen die Halsöffnung verschliessen, damit kein wertvoller Dampf verloren geht…. ist auf jeden Fall einfacher und weniger kreativ wie selbst geschnitzte Köpfe.

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BCC Potatohead
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BCC Lemonhead

Hühnersitz oder Bierdose? 

Wer es einfach einmal probieren will oder für unterwegs, da reicht eine Bierdose. Wer regelmässig BCC geniessen will, sollte sich die Anschaffung eines Hühnersitzes überlegen. Einerseits sitzen die Hühner darauf stabiler und andererseits spart man sich Gedanken und Diskussionen über allfällige schädliche Emissionen der Getränkedosen :mrgreen:

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Hühnersitze von Rösle – mit praktischem Halter (im Hintergrund neben der Dose)

Pulled Pork

KT soll 88-95°C betragen (ideal 93°C)
Nacken oder Schulter – oder sonst ein Stück vom Schwein. Mit oder ohne Schwarte und mit oder ohne Knochen.
Es ist egal ob es 1h oder 2 Tage gerubbt wird.

Menge?

Das Fleisch verliert beim Garen ca. 30-40% Gewicht (Wasser, Fett). Pro Person werden gut und gerne 2 Brötchen zu 120-150 g Pulled Pork (+ gleiche Menge Krautsalat + BBQ-Sauce + Brötchen) verdrückt.

Das macht pro Person 240-300  g PP-Fleisch. Somit reichen für 8-10 Personen ca, 2.4 kg PP, die 40% Garverlust hinzugerechnet ergibt das ca. 4 kg roher Schweinehals für 8-10 Personen bzw. 16-20 Portionen.

Garraumtemperatur (GT) zwischen 100°C – 130°C.

Texas Crutch-Methode:
Ab 70° C Kerntemperatur macht das einpacken in Backpapier/Alufolie Sinn (wenn man das will) um die Plateauphase („Stall“) zu überlaufen. Die Folie macht dann auch nix mehr, da ab 70°C KT das Myoglobin nicht mehr mit den N-VErbindungen im Rauch reagiert (>>Smokerring). Die Plateauphase ist abhängig von der Feuchtkugeltemperatur (und nicht von der Kollagenschmelze), welche wiederum von der umgebenden Luftfeuchtigkeit im Garraum abhängig ist (je höher die LF, umso höher die FKTemp). Dieser Trick wird als Texas Crutch Methode bezeichnet (=“Texas-Krücke“).

1x moppen = 30 Minuten zusätzliche Garzeit
1x Deckel öffnen (Kugelgrill) = 15 Minuten zusätzliche Garzeit
–> Tipp: Am Anfang moppen – oder gar nicht.

Ruhen lassen am Schluss ist nicht nötig, aber über mehrere Stunden möglich.
PP kann problemlos aufgewärmt werden.
Einfriefen am Stück oder gepulled möglich.

Kollagen wird zu Gelatine.
Garverlust beträgt 30-50% der Rohmasse.

BBQ Beans (Cowboy-Bohnen)

Ein klassischer Begleiter zum amerikanischen BBQ: Cowboy Beans, BBQ beans oder baked beans. Unglaublich lecker mit der süssen Schärfe …
Cowboy Beans

Die BBQ Bohnen können sehr gut auch draussen im Dutch Oven gekocht werden – ganz nach alter Cowboy-Manier…

Zutaten für 4 Portionen

  • Bohnen: getrocknet oder aus der Dose
    • 250 g getrocknete Bohnen
    • 2 Dosen Bohnen (weisse Bohnen/ Wachtelbohnen / Kidneybohnen – oder gemischt)
  • 100 g Speckstreifen (Bacon) oder Speckwürfel
  • 1 Zwiebel
  • 2 EL Ahornsirup
  • 1 1/2 EL BBQ Rub (z.b. Texas Style Rub)
  • 80 ml BBQ-Sauce (ungefähr…)
  • 1 Tasse Kaffee (optional)

Mit getrockneten Bohnen am Vortag starten!
Die Bohnen über Nacht in kaltem Wasser einweichen. (Mindestens 8-12 Stunden)
Am nächsten Tag das Wasser abgiessen und die Bohnen mit ausreichend frischem Wasser in einem Topf aufkochen. Bei kleiner Hitze etwa eine Stunde köcheln bis die Bohnen fast weich sind.
Die Flüssigkeit abgiessen, aber zurückbehalten. Sie wird zum strecken der Sauce verwendet!

Am nächsten Tag oder mit Bohnen aus der Dose:
Ich verwende meist Bohnen aus der Dose – aus purer Bequemlichkeit. Die Bohnen aus der Dose in ein Sieb giessen und gut abspülen. Ich mag die Dosenpampe nicht.

Den Bacon klein schneiden oder Speckwürfel verwenden.
Die Zwiebel schälen und grob hacken.
In einer Pfanne den Bacon anbraten.
Dann die Zwiebel dazugeben und glasig dünsten.
Den Ahornsirup dazugeben und den Bacon und die Zwiebeln leicht karamelliesieren lassen.
Cowboy Beans  Cowboy Beans

Nun die restlichen Zutaten dazugeben: Bohnen, BBQ Sauce und Gewürzmischung.
Echt cowboyanisch kann noch eine Tasse Kaffee dazugegeben werden. Das ergibt den für Baked Beans typischen leicht herben Geschmack. Falls weiter Flüssigkeit nötig
ist, etwas Wasser dazugeben – am besten vom Kochwasser der Bohnen.

Cowboy Beans  Cowboy Beans

Alles gut durchrühren und bei kleiner Hitze 30-45 Minuten schmoren.
Mit Salz und Pfeffer abschmecken.
Cowboy Beans

Die Baked Beans schmecken übrigens auch kalt oder am nächsten Tag noch sehr lecker…

moer’s Memphis Dust (nach Meathead)

Der Memphis Dust (nach einem Rezept von Meathead) bringt den Duft von Rosmarin und Ingwer ans Fleisch. Er ist universell verwendbar für Schwein, Huhn und Rind.

Zutaten

  • 4 TL brauner Zucker
  • 4 TL Salz
  • 3 TL Paprika edelsüss
  • 3 TL Rosmarin, gemahlen
  • 2 TL Ingwer
  • 2 TL Knoblauch
  • 1 TL schwarzer Pfeffer
  • 1 TL Zwiebel

–> MIT ZUCKER für low & slow!

Alle Zutaten gut vermischen.

An einem kühlen Ort dunkel und trocken aufbewahren.

Anwendung als Dry Rub

Das Fleisch waschen und trocken tupfen. Mit der Gewürzmischung bestreuen und diese gut anklopfen oder leicht einmassieren.

Die Einwirkzeit hängt vom jeweiligen Grillgut ab. Bei Fleisch gilt grundsätzlich: je grösser das Stück, desto länger sollen die Gewürze einziehen können. Bei einem Steak reichen da 30 Minuten bis einige Stunden. Bei einem ganzen Schweinehals oder Brisket lieber 12-24 Stunden vorher.

moer’s Java Dust

Das besondere Gewürz für Geflügel und Rind.

Diese Würzmischung ist die Alternative zum Java Rub fürs Grillieren bei hohen Temperaturen.

Zutaten

  • 3 EL Kaffeepulver (kein löslicher Kaffee! gemahlene Kaffeebohnen!)
  • 2 EL Kakaopulver
  • 1 EL Paprika edelsüss
  • 2 TL schwarzer Pfeffer, gemahlen
  • 1 TL Zwiebel
  • 1 TL Knoblauch
  • 1 TL Kümmel, gemahlen
  • 1 TL Koriander

–> OHNE ZUCKER!

 

Alle Zutaten gut vermischen.

An einem kühlen Ort dunkel und trocken aufbewahren.

 

Anwendung als Dry Rub

Das Fleisch waschen und trocken tupfen. Mit der Gewürzmischung bestreuen und diese gut anklopfen oder leicht einmassieren.

Die Einwirkzeit hängt vom jeweiligen Grillgut ab. Bei Fleisch gilt grundsätzlich: je grösser das Stück, desto länger sollen die Gewürze einziehen können. Bei einem Steak reichen da 30 Minuten bis einige Stunden. Bei einem ganzen Schweinehals oder Brisket lieber 12-24 Stunden vorher.

moer’s Java Rub

Der Java Rub passt einfach überall – aber ganz besonders zu Huhn und Rind.

Zutaten

  • 3 EL Kaffeepulver (kein löslicher Kaffee, normales Kaffeepulver aus gemahlenen Kaffeebohnen!)
  • 1 EL Salz
  • 1 EL brauner Zucker
  • 1 EL Paprika edelsüss
  • 1 EL Kakaopulver
  • 1 TL schwarzer Pfeffer
  • 1 TL Knoblauch
  • 1 TL Zwiebel
  • 1/2 TL Kümmel, gemahlen
  • 1/2 TL Koriander

–> MIT ZUCKER für low & slow

Tipp: Zum Grillen bei hohen Temperaturen habe ich den Java Dust entworfen!
Alle Zutaten gut vermischen.

An einem kühlen Ort dunkel und trocken aufbewahren.

 

Anwendung als Dry Rub

Das Fleisch waschen und trocken tupfen. Mit der Gewürzmischung bestreuen und diese gut anklopfen oder leicht einmassieren.

Die Einwirkzeit hängt vom jeweiligen Grillgut ab. Bei Fleisch gilt grundsätzlich: je grösser das Stück, desto länger sollen die Gewürze einziehen können. Bei einem Steak reichen da 30 Minuten bis einige Stunden. Bei einem ganzen Schweinehals oder Brisket lieber 12-24 Stunden vorher.

moer’s Texas Style Rub

Der Texas Style Rub ist der Klassiker für Beef Brisket und Chili con carne! Er passt einfach für alle Tex-Mex-Gerichte oder Rindfleisch. Die Schärfe kann nach Belieben eingestellt werden durch Zugabe von mehr oder weniger Cayennepfeffer. Ich halte ihn der Familie zuliebe sehr mild…

Zutaten

  • 5 TL Paprika edelsüss
  • 3 TL Salz
  • 2 TL Knoblauch, granuliert
  • 2 TL Zwiebelpulver
  • 2 TL Oregano
  • 1 TL schwarzer Pfeffer, gemahlen
  • 1 TL Petersilie
  • 1 TL Kreuzkümmel
  • 1 TL Cayennepfeffer
  • 1/2 TL Koriander

–> OHNE ZUCKER

 

Alle Zutaten gut vermischen.

An einem kühlen Ort dunkel und trocken aufbewahren.

 

Anwendung als Dry Rub

Das Fleisch waschen und trocken tupfen. Mit der Gewürzmischung bestreuen und diese gut anklopfen oder leicht einmassieren.

Die Einwirkzeit hängt vom jeweiligen Grillgut ab. Bei Fleisch gilt grundsätzlich: je grösser das Stück, desto länger sollen die Gewürze einziehen können. Bei einem Steak reichen da 30 Minuten bis einige Stunden. Bei einem ganzen Schweinehals oder Brisket lieber 12-24 Stunden vorher.

 

Quelle: Nach einem Rezept von Steven Raichlen.

moer’s Cajun Rub

Der Cajun Rub bringt einen Hauch Louisiana oder Karibik auf den Teller. Er passt besonders zu Hähnchen, Steaks und Meeresfrüchten.

Zutaten

  • 10 TL Salz
  • 10 TL Paprika edelsüss
  • 4 TL weisser Pfeffer, gemahlen
  • 2 TL Knoblauch, granuliert
  • 2 TL Zwiebelpulver
  • 2 TL Thymian
  • 2 TL Oregano
  • 2 TL schwarzer Pfeffer, gemahlen
  • 1 TL Lorbeerblätter, gemahlen
  • 1/2 TL Cayennepfeffer

–> OHNE ZUCKER

 

Alle Zutaten gut vermischen.

An einem kühlen Ort dunkel und trocken aufbewahren.

 

Anwendung

Das Fleisch waschen und trocken tupfen. Mit der Gewürzmischung bestreuen und diese gut anklopfen oder leicht einmassieren.

Die Einwirkzeit hängt vom jeweiligen Grillgut ab. Bei Fleisch gilt grundsätzlich: je grösser das Stück, desto länger sollen die Gewürze einziehen können. Bei einem Steak reichen da 30 Minuten bis einige Stunden. Bei einem ganzen Schweinehals oder Brisket lieber 12-24 Stunden vorher.

 

Quelle: Nach einem Rezept von Steven Raichlen.

moer’s Magic Dust (nach Mike Mills)

Der Magic Dust bringt den Duft von Chili und Kreuzkümmel ans Fleisch. Er ist ebenso universell verwendbar für Schwein, Huhn und Rind. Das Rezept basiert auf dem Magic Dust Rezept von Mike Mills.

Zutaten

  • 8 TL Paprika edelsüss
  • 4 TL Salz
  • 4 TL Knoblauch, granuliert
  • 4 TL Chilipulver
  • 4 TL brauner Zucker
  • 2 TL Senfpulver
  • 2 TL Kreuzkümmel
  • 2 TL schwarzer Pfeffer
  • 1-2 TL Cayennepfeffer

–> MIT ZUCKER für low & slow!

Alle Zutaten gut vermischen.

An einem kühlen Ort dunkel und trocken aufbewahren.

 

Anwendung als Dry Rub

Das Fleisch waschen und trocken tupfen. Mit der Gewürzmischung bestreuen und diese gut anklopfen oder leicht einmassieren.

Die Einwirkzeit hängt vom jeweiligen Grillgut ab. Bei Fleisch gilt grundsätzlich: je grösser das Stück, desto länger sollen die Gewürze einziehen können. Bei einem Steak reichen da 30 Minuten bis einige Stunden. Bei einem ganzen Schweinehals oder Brisket lieber 12-24 Stunden vorher.

moer’s All Purpose Rub – Ein BBQ Rub für alle Fälle

Der All Purpose Rub kann (fast) überall verwendet werden. Insbesondere auch für Steaks & Co, die heiss gegrillt werden, da er keinen Zucker enthält.

Zutaten

  • 10 TL Paprika edelsüss
  • 6 TL Knoblauch, granuliert
  • 6 TL Salz
  • 5 TL schwarzer Pfeffer, gemahlen
  • 3 TL Zwiebelpulver
  • 3 TL Oregano
  • 3 TL Thymian
  • 1 TL Cayennepfeffer
    (Ich nehme stattdessen 1 TL süsses Paprikapulver, da meine Pappenheimer ‚kein Scharf‘ mögen…)

–> OHNE ZUCKER

 

Alle Zutaten gut vermischen und dunkel, kühl und trocken aufbewahren.

 

Anwendung

Das Fleisch waschen und trocken tupfen. Mit der Gewürzmischung bestreuen und diese gut anklopfen oder leicht einmassieren.

Die Einwirkzeit hängt vom jeweiligen Grillgut ab. Bei Fleisch gilt grundsätzlich: je grösser das Stück, desto länger sollen die Gewürze einziehen können. Bei einem Steak reichen da 30 Minuten bis einige Stunden. Bei einem ganzen Schweinehals oder Brisket lieber 12-24 Stunden vorher.