Archiv der Kategorie: Kartoffeln

Kartoffelpuffer (Reibekuchen)

Kartoffeln gemacht und passen als Beilage zu allerlei deftigen Gerichten oder als vegetarisches Hauptgericht mit einem ordentlichen Salatteller.

 

Zutaten für 4 Portionen

  • 1 kg Kartoffeln (mehlig kochend)
  • 2 grosse Zwiebeln
  • 2 Eier
  • Salz
  • Öl oder Fett zum Ausbacken

 

Die (rohen) Kartoffeln schälen und fein reiben.

Die Zwiebeln schälen, sehr fein hacken und zu den Kartoffeln geben.

Die Eier ebenfalls zu den Kartoffeln schlagen, das Salz dazugeben und alles zu einer geschmeidigen Masse verkneten.
Tipp: Kein Mehl zugeben, falls der Teig etwas flüssig ist! Dadurch werden die Puffer zäh. Lieber die geriebenen Kartoffeln etwas ausdrücken, falls sie viel Wasser verlieren…

In einer Pfanne reichlich Öl erhitzen.

Für einen Kartoffelpuffer einen gehäuften Esslöffel Teig in die Pfanne geben und etwas flach drücken / verstreichen.

Jeden Kartoffelpuffer auf beiden Seiten je 3 minute knusprig braten. Danach auf Küchenpapier abtropfen und warm stellen.

Brandteig-Kartoffeln

Zutaten

250 ml Milch

wenig Salz

wenig Muskat

1 TL Butter

150 g Mehl

2 Eier

250 g Kartoffeln

Öl oder Fett zum Frittieren

 

Die Milch mit Salz, Muskat und Butter aufkochen.

Dann das Mehl auf einen Rutsch beigeben und so lange kräftig rühren, bis sich der Kloss vom Topfboden löst. Die Pfanne von der Herdplatte nehmen und abklühlen lassen.

Die Kartoffeln schälen und fein reiben.

 

Die Eier zum Teig geben und zu einem gleichmässigen, glänzenden Teig schlagen.

Danach die geriebenen Kartoffeln unterrühren.

 

Öl oder Fett erhitzen – am besten in der Fritteuse.

Mit zwei Löffeln Klösschen abstechen und im heissen Fett schwimmend ausbacken.

Die fertigen Kartoffelbällchen auf Küchenpapier abtropfen lassen.

 

Quelle: Das Rezept taucht auf unterschiedlichen Seiten im Web als Omas/Uroams Brandteigkartoffeln auf.

Bramborak (Tschechische Kartoffelpuffer)

Eine leckere Beilage zu Fleisch mit Sauce oder als vegetarische Mahlzeit mit einem bunten Salat.

 

Zutaten für 4 Portionen

  • 1 kg Kartoffeln
  • 4-5 EL Mehl
  • 1 TL Salz
  • 1 TL Majoran
  • 2 Eier
  • 100 ml Milch
  • 2 Knoblauchzehen
  • Öl zum Braten

 

Die Kartoffeln schälen und fein reiben.

Die Kartoffeln danach gut ausdrücken.

Mehl mit Salz und Majoran gut mischen. Dann zu den Kartoffeln geben und wieder vermischen.

Eier und Milch dazugeben und den Knoblauch dazupressen.

Alles zu einem dünnen Teig verrühren. (Sollte der Teig zu dünn sein, vorsichtig etwas Mehl beimischen.)

 

Öl in einer Bratpfanne erhitzen. Eine Portion Teig in die Pfanne geben und mit der Kelle den Bramborak (Kartoffelpuffer) formen. Von beiden Seiten bei kleiner Hitze goldbraun braten.

Je nach verwendung Pfannengrosse Puffer oder als Beilage zu Fleisch kleinere Puffer braten.

Papas arrugadas – kanarische Runzelkartoffeln

Papas arrugadas sind eine traditionelle Beilage oder Vorspeise auf den kanarischen Inseln. Als Vorspeise werden sie einfach mit Mojo rosso (Mojo picon) oder Mojo verde serviert.

Zutaten als Beilage für 4-6 Personen

  • 1 kg kleine Kartoffeln (Frühkartoffeln, Raclettekartoffeln)
    –> alle möglichst gleich gross
  • 100 ml Meersalz (oder grobkörniges Salz)
    –> ca. 4 gehäufte Esslöffel pro kg Kartoffeln

 

Die Kartoffeln sehr gut waschen. Sie werden mit Schale gegessen 🙂

Die Kartoffeln in eine Pfanne geben und mit Wasser bedecken.

Das Salz dazugeben und die Pfanne mit einem Tuch bedecken.

Die Kartoffeln nun kräftig aufkochen und danach auf kleiner Hitze ca. 20-25 Minuten weitergaren – je nach Grösse der Kartoffeln.

 

Nun giesse ich das Wasser ab und decke die Pfanne wieder mit dem Tuch zu und stelle die Pfanne auf die ausgeschaltete Herdplatte zurück. Nach ca. 20-30 Minuten hat sich auf den Kartoffeln eine weissliche Salzkruste gebildet und die Kartoffeln sehen etwas runzelig aus – Runzelkartoffeln eben… 🙂

 

Tipp für ein klassische kanarisches Grillmenü: Pollo en adobo canario mit papas arrugadas und mojo rosso / picon.

Kartoffelsalat moer (Joghurt-Mayo-Sauce)

So mache ich meinen typischen Kartoffelsalat. Mit einer feinen Joghurt-Sauce. Garnitur nach Belieben und Vorräten… Als Beilage zu Fleisch mag ich nicht zu viele (und schon gar keine Fleischigen) Garnituren.

Zutaten für 4-6 Portionen

  • 1200 g Kartoffeln, gekocht
  • 150 ml heisses Wasser
  • 1 Zwiebel
  • 1 Apfel (optional – aber das gewisse Etwas…)
  • Garnitur nach Belieben: Schnittlauch, Frühlingszwiebeln, Cornichons / Gewürzgurken, Paprika, Karotten
  • Sauce
    • 1 Joghurt natur (180g)
    • 50 g Mayonnaise
    • 15 g Senf
    • 30 g Essig
    • 1 TL Salz
    • 1 TL Zucker
    • Pfeffer

 

Alle Zutaten für die Sauce miteinander verrühren und zur Seite stellen. Die Sauce schmeckt sehr salzig – aber zusammen mit den Kartoffeln braucht es das!

Die Zwiebel schälen und fein hacken. In die Sauce geben.

Die Kartoffeln schälen und in Scheiben schneiden.

Oder durch dieses olle Teil drücken: Wir hatten mit unserer ersten Küchenausstattung so ein komisches Teil erhalten. Ich dachte immer, das gehöre zu einer Maschine oder so… Irgendwann bei einem Tschechien-Urlaub sah ich das Ding wieder … und wofür es gebraucht wird. Man drückt die gekochten Kartoffeln einfach da durch für den Kartoffelsalat!

Die Kartoffeln in eine Schüssel geben.

Das heisse Wasser über die Kartoffeln giessen und sorgfälltig vermischen.

Die Garnitur nach Wahl klein schneiden und unter die Kartoffeln mischen.

Zum Schluss die Sauce dazu giessen und alles gut vermischen. Bis zum Gebrauch kühl stellen.

 

Variante: Sauce ohne Joghurt

  • 6 EL Öl (Sonnenblumen- oder Raps-)
  • 3 EL Essig
  • 15 g Senf
  • 30 g Mayonnaise
  • Salz
  • wenig Zucker
  • Pfeffer

 

Tortilla española (Spanische Tortilla)

Die Spanische Tortilla ist ein wunderbares Gericht: Es passt für alle möglichen Gegebenheiten. Mit etwas Salat (und Wurst oder Käse) als Hauptgericht, einfach Zwischendurch um den Hunger zu stillen, als Snack/Fingerfood an einer Party, als Mitternachtssnack, … und sie kann sowohl warm als auch kalt gegessen werden.

Über DAS Tortilla-Rezept müssen wir gar nicht diskutieren: Die eigentliche Tortilla besteht nur aus Kartoffeln, Ei, Zwiebeln und Salz. (Lässt man die Kartoffeln weg, gibt es eine Tortilla Francesa.) Ähnlich wie bei der Pizza können die Zutaten beliebig ergänzt werden, so dass sie je nach Geschmack und Vorlieben passen. Auch die Herstellung selbst ist von Region zu Region und sogar von Koch zu Köching in Spanien unterschiedlich. Während die einen die Kartoffeln ein wenig bräunen, schwören die anderen darauf, dass die Kartoffeln auf keinen Fall Bräune annehmen dürfen. Einige Köchinnen servieren die Tortilla in der Mitte noch leicht feucht, andere komplett durchgebraten. Manche wenden sie nur einmal, wieder andere mehrfach … jene schneiden die Kartoffeln in Scheiben, andere in Würfel … und der moderne Spanier nimmt eine beschichtete Antihaft-Pfanne, um etwas weniger Öl zu brauchen…

Entsprechend zeige ich hier, wie ich für mich die Tortilla mache. Grinsen

Grundzutaten

  • 700g Kartoffeln
  • 1-2 Zwiebeln
  • Olivenöl
  • 4-6 Eier (je nach Grösse)
  • Salz

 

Kartoffeln schälen und in ca. 3mm Scheiben hobeln – oder in kleine Würfel schneiden. Wie man’s lieber mag. Vermutlich ist es mit Würfeln einfacher, dass die Tortilla nicht zerfällt, weil sich die Eimasse gleichmässiger verteilen lässt.

Die Zwiebel schälen und in Würfel schneiden.

In einer beschichteten Pfanne etwas Öl erhitzen.

 Die Kartoffeln leicht salzen und mit den Zwiebeln bei mittlerer Hitze etwa 10 Minuten köcheln – bis die Kartoffeln knapp gar sind. Die Kartoffeln sollen sich mit einem Löffel leicht zerteilen lassen. Ich für meinen Teil mag es übrigens, wenn sie stellenweise leicht bräunen…

Während die Kartoffeln köcheln, die Eier in einer (grossen) Schüssel aufschlagen.

Nun werden die Kartoffeln zu den Eiern in die Schüssel geben, gut durchmischt und beiseit gestellt. (Falls keine beschichtete Pfanne verwendet wurde, das überschüssige Öl in der Pfanne lassen für die weitere Zubereitung.)

Nun werden allfällige Ergänzungen nach Bedarf angebraten (Chorizoscheiben, Speck, Paprika, Pilze, Kefen, Brokkoli,…).

Dann werden die Ergänzungen ebenfalls in die Schüssel zur Kartoffel-Ei-Mischung gegeben und mit dieser gut durchmischt. Nach Bedarf mit Salz und Pfeffer würzen.

Die Hitze wieder höher stellen und etwas Öl in der Pfanne erhitzen.

Dann die Kartoffel-Ei-Mischung in die Pfanne geben und die Hitze reduzieren (kleine bis mittlere Hitze).

Darauf achten, dass die Tortilla nicht anklebt.

Nach etwa 10 Minuten kann die Tortilla gewendet werden. Dazu wird ein flacher Teller mit kaltem Wasser abgespült.

Die Tortilla wird mit einer Kelle am Rand gelöst. Der Teller wird über die Pfanne gelegt und das ganze umgedreht. (Achtung, dass kein Öl auslaufen und Hände oder Arme verbrennen kann!)

Etwas frisches Öl in die Pfanne geben und die Tortilla dann einfach vom Teller in die Pfanne zurückgleiten lassen…

Nach weiteren 5-10 Minuten ist die Tortilla fertig.

Die Tortilla ist nun jederzeit servierbereit – heiss, warm/zimmertemperatur oder gekühlt…

 

Nopales con papa

Kartoffeln mit Kaktusblättern ist eine weitere typisch mexikanische Speise und kann zum Beispiel als Beilage zu grilliertem oder in grösserer Menge zubereitet auch als Hauptspeise serviert werden. Das Verhältnis von Kartoffeln und Nopalitos kann variert werden, je nachdem ob es hauptsächlich eine Kartoffelbeilage sein soll, oder ob die Nopalitos dominieren sollen.

Zutaten für 2-3 Portionen

  • 3-4 mittelgrosse Kartoffeln
  • 2-4 Nopalitos (vorgegarte)
  • 1 Zwiebel
  • 2 Tomaten
  • 1 Jalapeno oder Peperoncini (optional, nach Geschmack)
  • 2 EL gehackte Korianderblätter (optional nach Geschmack) – ich verwende Vietnamesischen Koriander
  • Salz & Pfeffer
  • Olivenöl zum Anbraten

 

-> Hinweis: Auf den Bildern sind die Zutaten für 1 Portion!

Frische Nopalitos vorgaren. Falls eingelegte Nopalitos aus dem Glas verwendet werden, diese gut abtropfen.

Die Nopalitos in Würfel schneiden (ca. 1x1cm).

Die Kartoffeln waschen, schälen und in 1cm grosse Würfel schneiden.

Die Tomate in Würfel schneiden.

Die Zwiebel schälen und grob hacken.

Die Jalapeno (oder Peperoncini) je nach gewünschter Schärfe in Ringe schneiden oder grob hacken.

Die Korianderblätter (waschen, trocken tupfen und) grob hacken.

Das Öl in einer Bratpfanne erhitzen und die Kartoffeln dazugeben.

Bei mittlerer Hitze braten, bis die Kartoffeln weich werden (ca. 10 Minuten). Ab und zu wenden.

Die Nopalitos, Zwiebeln, Tomaten & Jalapeno dazugeben …

… und mit Salz und Pfeffer würzen.

Unter gelegentlichem Rühren weitere 10 Minuten bei kleiner Hitze köcheln lassen (bis die Zwiebeln glasig sind).

Den gehackten Koriander dazugeben und servieren.

Es gibt verschiedenste Rezepte unter diesem Titel. Ich habe mich am ehesten an einem Rezept auf allrecipes.com orientiert.

Country Cuts im Ofen (Kartoffelschnitze)

Eine einfache Beilage als Ersatz für Pommes Frites – nur um Welten besser!

Country Cuts im Ofen

Zutaten für 4 Personen als Beilage:

Heute nur für 2 Personen

Den Ofen auf 160°C Umluft (Ober/Unterhitze 180°C) vorheizen.

Die Kartoffeln ungeschält in Schnitze (viertel, sechstel oder achtel – je nach Grösse der Kartoffel) schneiden.

Wer’s lieber mag, kann die Kartoffeln schälen. Dann sind es aber eigentlich Kartoffelschnitze und keine Country Cuts.

Das Öl und die Gewürzmischung in eine Schüssel geben.

Die Kartoffelschnitze dazugeben …

… und mischen. Ich halte dazu die Schüssel mit beiden Händen und „schüttle“ die Kartoffeln mit leichten Vorwärtsbewegungen. So werden die Kartoffeln gleichmässig gewürzt und mit einem leichten Ölfilm überzogen.

Die Kartoffeln auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen, so dass sie sich nicht berühren.

In der Ofenmitte während ca. 40-45 Minuten goldgelb braten. Die Kartoffeln sollen möglichst nicht braun werden.
Tipp: Nach 30 Minuten die Hitze um 10-20°C reduzieren, dann garen sie weiter ohne zu stark zu bräunen!

Sofort servieren.

Bäckt man mit Umluft, können parallel grillierte Auberginen gemacht werden. diese werden ca. 15 Minuten nach den Kartoffeln in den Ofen geschoben.

Variante: Zu Öl und Gewürzmischung noch 1-2 Knoblauchzehen pressen.

Hinweise:

  • Sollen die Country Cuts vorbereitet werden, nur die Schnitze schneiden, aber noch nicht marinieren!!! Sonst gibt es pampige Gummi Potatoes!
    Erst kurz vom dem Backen dürfen die Schnitze mariniert werden.
  • Country Cuts können auch auf dem Grill gemacht werden. Passend zusammen mit Hähnchenschenkeln.