Archiv der Kategorie: Amuse Geules und Häppchen

Sylter Salatdressing nach moer

Eine typische norddeutsche Salatsauce ähnlich der berühmten „Sylter Salatfrische“. Ob sie ähnlich oder gar gleich schmeckt? Keine Ahnung, ich kenne das „Original“ nicht… und ich habe auch das Nachbau-Rezept etwas abgeändert (weniger Öl und Stärke anstatt Tortenguss). Tatsache ist: Diese Sauce ist sehr, sehr lecker….

Es ist eine weisse „Grundsauce“, welche nach Belieben und Bedarf gepimpt werden kann mit Dill, italienischen Kräutern, Curry,…. So kommt etwas Abwechslung in die Salatschüssel 🙂

Zutaten für ca. 15 dl Salatsauce

  • Fermentationssud (ca. 6 dl)
    • 140 ml Wasser
    • 25 g Salz
    • 125 g Zucker
    • 140 ml Essig (5% Säure, weisser Balsamico mit 5.4% geht auch…)
    • 1/4 TL Pfeffer, weiss
    • 125 g Zwiebeln, in Streifen geschnitten
  • 450 g Wasser
  • 30 g Kartoffelstärke (Maisstärke / Maizena wäre hier auch möglich)
  • 300 g Rapsöl
  • 150 g Milch
  • 20 g Mayonnaise (aus der Tube, dann ist das Ei-Problem gelöst)
  • 20 g Senf

 
Salz und Zucker im (handwarmen) Wasser auflösen.
Essig, Pfeffer und Zwiebeln dazugeben und 2 Tage im Kühlschrank ziehen lassen.
 
Die Stärke in einer kleinen Pfanne mit dem Wasser verrühren und kurz aufkochen. Dann abkühlen lassen.
Den Sud mit dem Zauberstab pürieren. Dieser Fermentationssud ist gekühlt ewig haltbar…
Öl, Milch, Senf und Mayo in eine genügend grosse Schüssel geben und mit dem Zauberstab emulgieren.
Den Sud und das Stärkewasser dazugeben und alles gut aufmixen.
In eine Flasche füllen.
Gekühlt ist diese Sauce ziemlich lange haltbar. Mehr als 2-3 Wochen alt wurde sie bisher bei uns jedoch nicht, trotz der Menge 🙂
 

Varianten & Tipps

  • Anstatt Senf und Mayonnaise 2 Eier (rohe, maximal 18 Tage ab Legedatum). Die Sauce wäre m.E. gut gekühlt dann ebenfalls solange haltbar, bis die Eier 18 Tage über das Legedatum hinaus sind.
  • Anstatt Senf und Mayonnaise 2 gekochte Eigelb zerdrücken und beigeben. Die Haltbarkeit nimmt (gekühlt) nicht ab.

 
Quelle: Nach einem Rezept von User rinadu bei chefkoch.de.

Böhmischer Eieraspik

Diese böhmische Terrine oder Eieraspik passt für kalte Buffets oder als kleine Mahlzeit mit einem gemischten Salat und frischem Brot.

Zutaten

  • 6 Eier, hartgekocht
  • 1 Zwiebel
  • 1 Glas Gemüsemix (sauer eingelegtes Gemüse)
  • 200 g Mayonnaise
  • 200 g Lyoner Wurst (oder CH: Cervelat)
  • Brühepulver (Gemüsebrühe) für 1 Liter Brühe
  • 6 Blatt Gelatine (6 Blatt = 10g)

 

Zwiebel, Eier und Wurst (schälen und) in kleine Stücke schneiden und in eine Schüssel geben.

Den Sud des eingelegten Gemüses in ein Gefäss giessen. Er wird noch benötigt!

Das Gemüse in einem Sieb unter fliessendem Wasser gut abspülen. 

Das Gemüse ebenfalls in kleine Stücke schneiden und in die Schüssel geben.

Die Mayonnaise dazugeben und alles gut vermischen.

 

Die Gelatine in kaltem Wasser einweichen.

Den Gemüsesud mit Wasser auf 300 ml auffüllen und in eine Pfanne geben.

Aufkochen und das Brühepulver darin auflösen. Die Pfanne vom Herd nehmen.

Die Gelatineblätter ausdrücken und in die (heisse aber nicht mehr kochende) Brühe geben. Rühren bis die Gelatine aufgelöst ist.
Die Gelatine in die Schüssel geben und alles gut vermischen.
Die Masse in eine Terrinen oder Cakeform füllen und im Kühlschrank über mehrere Stunden fest werden lassen.

 

Die Form kurz unter heisses Wasser halten und auf einen Teller stürzen.

In Scheiben geschnitten servieren.

 

Gemüseaufstrich

Feiner Aufstrich für Aperobrötchen, Fingerfood und Sandwichs. In Tschechien wird der Aufstrich für die belegten Weissbrotscheiben (Oblozene chlebicky) verwendet.

 

Zutaten

  • 200 g Karotten
  • 200 g Sellerie
  • 200 g Wurzelpetersilie oder Pastinake
  • 3-4 EL Mayonnaise
  • 3 EL Zitronensaft
  • Salz

 

Das Gemüse schälen und fein reiben.

Über Dampf weich dämpfen und abkühlen lassen.

Das Gemüse mit Zitronensaft und Mayonnaise (oder Quark) mischen und mit Salz würzen.

Mit Zitrone und Salz abschmecken.

 

Thunfisch-Aufstrich

Feiner Aufstrich für Aperobrötchen, Fingerfood und Sandwichs. In Tschechien wird der Aufstrich für die belegten Weissbrotscheiben (Oblozene chlebicky) verwendet.

Zutaten

  • 1 Dose Thunfisch (in Wasser)
  • 1 Zwiebel
  • 200-250 g Quark
  • Zitronensaft
  • Salz
  • Pfeffer

 

Die Zwiebel schälen und fein hacken.

Den Thunfisch abtropfen und mit einer Gabel auflockern.

Zwiebel, Quark und Thunfisch in einen schmalen hohen Behälter geben und mit dem Zauberstab pürieren.

Mit Salz, Pfeffer und Zitronensaft würzen und abschmecken.

 

Varianten:

  • Verfeinern mit gehackten Gewürzgurken, Oliven, Karotten, …

Chnobli-Brot (Knoblauchbrot)

Ein lauer Sommernachmittag, ein kühles Glas Wein und ein Knoblauchbrot. Was gibt es schöneres um sich auf ein leckeres Abendessen vorzubereiten…

Zutaten für 250 g Chnoblibrot-Butter (reicht für ca. 8 Frischback-Baguettes)

  • 250 g Butter, weich
  • 70 g Sonnenblumenöl
  • 5 Knoblauchzehen, gepresst
  • 2 EL Italienische Kräutermischung
  • 2 TL Zitronensaft
  • 1 TL Salz

 

Alle Zutaten gut verrühren.

Baguette der länge nach halbieren oder in Scheiben schneiden und mit der Butter bestreichen.

Im vorgeheizten Ofen bei 180° knusprig aufbacken und lauwarm servieren.

Bacon Donuts (aka bacon-wrapped pineapple cheese rings)

Mit diesem fruchtig süssen Appetizer vom Grill habt ihr die Gäste bereits auf eurer Seite!

Zutaten für 6 Bacon Donuts

  • 1 kleine Dose Ananas (noch besser ists natürlich mit frischen Ananasscheiben!!)
  • 1 Zwiebel
  • Bacon (Speckstreifen)
  • Mozarella oder Raclettekäse (oder sonst ein Käse nach Geschmack…)
  • Magic Dust oder sonst ein BBQ Rub nach Wahl

 

Auf eine Scheibe Ananas einen breit geschnittenen Zwiebelring legen.

Dazu etwas Käse legen und mit Magic Dust bestreuen.

Die belegte Ananasscheibe mit Bacon umwickeln. (Benötigt ca. 2 Streifen Bacon pro Ananas.)

 

Den Grill für indirektes Grillen vorbereiten und die Donuts bei 220-250°C während rund 20 Minuten brutzeln.

 
Die Inspiration zu dieser Kreation habe ich bei bigbbq.de gefunden.

Tortilla española (Spanische Tortilla)

Die Spanische Tortilla ist ein wunderbares Gericht: Es passt für alle möglichen Gegebenheiten. Mit etwas Salat (und Wurst oder Käse) als Hauptgericht, einfach Zwischendurch um den Hunger zu stillen, als Snack/Fingerfood an einer Party, als Mitternachtssnack, … und sie kann sowohl warm als auch kalt gegessen werden.

Über DAS Tortilla-Rezept müssen wir gar nicht diskutieren: Die eigentliche Tortilla besteht nur aus Kartoffeln, Ei, Zwiebeln und Salz. (Lässt man die Kartoffeln weg, gibt es eine Tortilla Francesa.) Ähnlich wie bei der Pizza können die Zutaten beliebig ergänzt werden, so dass sie je nach Geschmack und Vorlieben passen. Auch die Herstellung selbst ist von Region zu Region und sogar von Koch zu Köching in Spanien unterschiedlich. Während die einen die Kartoffeln ein wenig bräunen, schwören die anderen darauf, dass die Kartoffeln auf keinen Fall Bräune annehmen dürfen. Einige Köchinnen servieren die Tortilla in der Mitte noch leicht feucht, andere komplett durchgebraten. Manche wenden sie nur einmal, wieder andere mehrfach … jene schneiden die Kartoffeln in Scheiben, andere in Würfel … und der moderne Spanier nimmt eine beschichtete Antihaft-Pfanne, um etwas weniger Öl zu brauchen…

Entsprechend zeige ich hier, wie ich für mich die Tortilla mache. Grinsen

Grundzutaten

  • 700g Kartoffeln
  • 1-2 Zwiebeln
  • Olivenöl
  • 4-6 Eier (je nach Grösse)
  • Salz

 

Kartoffeln schälen und in ca. 3mm Scheiben hobeln – oder in kleine Würfel schneiden. Wie man’s lieber mag. Vermutlich ist es mit Würfeln einfacher, dass die Tortilla nicht zerfällt, weil sich die Eimasse gleichmässiger verteilen lässt.

Die Zwiebel schälen und in Würfel schneiden.

In einer beschichteten Pfanne etwas Öl erhitzen.

 Die Kartoffeln leicht salzen und mit den Zwiebeln bei mittlerer Hitze etwa 10 Minuten köcheln – bis die Kartoffeln knapp gar sind. Die Kartoffeln sollen sich mit einem Löffel leicht zerteilen lassen. Ich für meinen Teil mag es übrigens, wenn sie stellenweise leicht bräunen…

Während die Kartoffeln köcheln, die Eier in einer (grossen) Schüssel aufschlagen.

Nun werden die Kartoffeln zu den Eiern in die Schüssel geben, gut durchmischt und beiseit gestellt. (Falls keine beschichtete Pfanne verwendet wurde, das überschüssige Öl in der Pfanne lassen für die weitere Zubereitung.)

Nun werden allfällige Ergänzungen nach Bedarf angebraten (Chorizoscheiben, Speck, Paprika, Pilze, Kefen, Brokkoli,…).

Dann werden die Ergänzungen ebenfalls in die Schüssel zur Kartoffel-Ei-Mischung gegeben und mit dieser gut durchmischt. Nach Bedarf mit Salz und Pfeffer würzen.

Die Hitze wieder höher stellen und etwas Öl in der Pfanne erhitzen.

Dann die Kartoffel-Ei-Mischung in die Pfanne geben und die Hitze reduzieren (kleine bis mittlere Hitze).

Darauf achten, dass die Tortilla nicht anklebt.

Nach etwa 10 Minuten kann die Tortilla gewendet werden. Dazu wird ein flacher Teller mit kaltem Wasser abgespült.

Die Tortilla wird mit einer Kelle am Rand gelöst. Der Teller wird über die Pfanne gelegt und das ganze umgedreht. (Achtung, dass kein Öl auslaufen und Hände oder Arme verbrennen kann!)

Etwas frisches Öl in die Pfanne geben und die Tortilla dann einfach vom Teller in die Pfanne zurückgleiten lassen…

Nach weiteren 5-10 Minuten ist die Tortilla fertig.

Die Tortilla ist nun jederzeit servierbereit – heiss, warm/zimmertemperatur oder gekühlt…

 

Gazpacho Industrial – Moderne kalte Tomatensuppe

Die Gazpacho, die bei uns oft serviert wird, ist mit Bouillon gestreckt und mit Tabasco abgeschmeckt. Auch diese Version ist herrlich erfrischend – aber eben nicht die typisch andalusische Art. Ich nenne diese Variante daher „Gazpacho Industrial“ – die industrielle Tomatensuppe.

Zutaten für 4 Portionen

  • 6 dl Gemüsebouillon
  • 500-600g Tomaten
  • 1 Salatgurke
  • 1 rote Paprika
  • 2 Knoblauchzehen
  • 1 TL Tabasco
  • 2 EL Olivenöl
  • 1 Prise Zucker
  • Salz
  • Pfeffer aus der Mühle

Zum Garnieren:

  • 2 Scheiben Toastbrot
  • 1 EL Olivenöl
  • 1-2 Frühlingszwiebeln
  • ev. etwas frisches Basilikum

Bouillon kochen und abkühlen lassen.

Paprika entkernen und in grobe Stücke schneiden.

Knoblauchzehen schälen.

Gurke schälen, entkernen und in grobe Stücke schneiden.

Tomaten in Würfel schneiden.

Bouillon mit Tomaten, Paprika, Gurke und Knoblauchzehen in ein hohes Gefäss geben und mit dem Mixer pürieren.

Zucker, Tabasco und Olivenöl dazugeben und nochmals gut durchrühren.

Mindestens 1 Stunde kühl stellen.

Vor dem Servieren das Toastbrot in Würfel schneiden und mit Olivenöl anrösten und leicht salzen.

Die Frühlingszwiebel in feine Ringe schneiden, die Basilikumblätter zerzupfen.

Die gekühlte Tomatensuppe mit Salz und Tabasco abschmecken und mit dem Stabmixer aufschäumen.

Die Suppe in Suppenteller oder -tassen einfüllen und den Brotwürfeln, Frühlingszwiebel und Basilikum garnieren und sofort servieren.

Ajo Blanco (Kalte andalusische Knoblauch-Manelsuppe)

Eine Art weisse Gazpacho ist diese Variante mit Knoblauch und Mandeln. Eine herrlich erfrischende Abkühlung für heisse Sommertage.

Zutaten für 4 Portionen:

  • 2 Scheiben Toastbrot (oder geröstetes Weissbrot vom Vortag)
  • 150g geschälte Mandeln
  • 3 Knoblauchzehen
  • 1/2 TL Salz
  • 8 EL Olivenöl
  • 2 EL Sherryessig
  • 3dl Wasser
  • 250g weisse kernlose Trauben

Das Toastbrot entrinden und in etwas Wasser (ca. 2 EL pro Scheibe) einweichen.

Die Knoblauchzehen schälen und in Stücke schneiden.

Das Brot allenfalls gut auspressen. Wird wie angegeben ca. 1-1,5 EL Wasser pro Scheibe verwendet, ist das nicht nötig.

Die Mandeln mit dem Knoblauch, etwas Salz und dem eingeweichten Brot im Mixer pürieren.

Nach und nach das Öl zugiessen.

Zuletzt den Essig dazugiessen und je nach gewünschter Konsistenz noch etwas Wasser (oder weissen Traubensaft) beifügen. Nach Belieben kann auch ein Schuss Sherry dazugegeben werden – er soll aber dezent im Hintergrund bleiben.

Die Suppe mit Salz und Essig abschmecken und durch ein feines Sieb passieren. Das ergibt eine dünnflüssige Suppe, aber auch viel „Abfall“.

Ich mag die Suppe mit etwas „Biss“ und streiche sie darum „nur“ durch ein grobes Sieb. Da bleibt nicht viel übrig aber ich mag die Suppe so lieber.

Vor dem Servieren 1-2 Stunden kühl stellen – die Suppe schmeckt eiskalt am besten.

Die Suppe nochmals gut aufrühren und abschmecken. Dann in Suppenteller füllen und mit den Trauben garnieren.

 

Tipp: Falls man keine geschälten Mandeln bekommt oder hat, muss man die Mandeln zuerst schälen. Dazu die Mandeln ca. 15 Sekunden blanchieren. Danach in einem Sieb abtropfen lassen und danach in einem Küchentuch fest abreiben, um die Häute zu lösen. Um die Häute restlos von den Mandeln zu trennen, die Mandeln in eine Schüssel mit Wasser geben. Die Häute schwimmen oben auf und können abgeleert werden. Danach die Mandeln nochmals abtropfen.

Dieses Rezept habe ich auf spanien-abc.com gefunden.

Melonensuppe mit Sherry

Diese kalte Suppe eignet sich als Zwischengang oder Vorspeise.

Zutaten für 4 Portionen: (ergibt ca. 4 dl -> Auf den Bildern werden nur 2 Portionen zubereitet!)

  • 1 Zuckermelone (ca. 900g)
  • 4 Apéro-Sticks oder Zahnstocher
  • 4 EL Sherry
  • 4 TL Zitronensaft
  • 2 Prisen Salz
  • wenig Pfeffer aus der Mühle
  • ev. etwas Minze zum Garnieren

 

Die Melone halbieren und das Kerngehäuse mit einem Löffel entfernen.

Mit einem (mittelgrossen) Kugelausstecher 12 Kugeln ausstechen und je 3 Stück auf einen Apéro-Stick stecken und zur Seite legen.

Den Rest der Melone aus der Schale lösen und zusammen mit Sherry, Salz und Zitronensaft in einem hohen Gefäss pürieren.

Die Suppe für ca. 1 Stunde kalt stellen.

Danach mit gut durchrühren und abschmecken.

In Gläser füllen und etwas Pfeffer direkt aus der Mühle daraufgeben.

Mit den Apéro-Sticks und etwas Minze garnieren und sofort servieren.