Archiv der Kategorie: Pflanzenzucht

Samengewinnung bei Paprika (Peperoni)

Bei Paprika ist die Samengewinnung sehr einfach. Die grösste Schwierigkeit kann sein, dass gewisse Sorten oder Früchte nur wenige Samen enthalten – und bei Paprika ein relativ hoher Anteil an tauben (also nicht keimfähigen) Samen dabei ist. Manchmal können durchaus 70-80% der Samen ausfallen. Darum ist es sehr wichtig, dass die Tauben Samen gleich bei der Gewinnung des Saatguts ausgeschieden werden. Dies ist zum Glück ganz einfach möglich.

Ausserdem verkreuzen Paprika (und auch die Chilisorten) sehr leicht, so dass sie unbedingt gut isoliert angebaut werden müssen oder die einzelnen Pflanzen/Blüten eingetütet werden müssen.

Zur Samengewinnung werden vollreife, das heisst schön ausgefärbte Früchte benötigt. Die ersten Früchte einer Pflanze sind zu bevorzugen, da sie scheinbar am meisten keimfähiges Saatgut liefern. (Die Quelle dazu kann ich momentan leider nicht mehr auffinden. Ich habe es irgendwo gelesen.)

Die Früchte werden aufgeschnitten und das Kerngehäuse entnommen. Bei der hier bereits aufgeschnittenen Frucht sieht man gerade ein Beispiel mit sehr wenigen Kernen. Die andere (und schönere) Frucht hatte zum Glück etwas mehr Kerne.

Die Kerne werden in ein hohes Trinkglas mit Wasser gegeben und gut umgerührt.

Und hier kommt nun der entscheidende Teil, will man im Frühjahr keine Enttäuschungen mit schlechten Keimquoten erleben: Im Bild oben sieht man dass sich einige Samen am Boden abgesetzt haben, und einige oben aufschwimmen. Die oben aufschwimmenden sind die tauben Samen! Sie können einfach sorgfälltig ausgeschüttet werden. Dann wird das Glas wieder mit Wasser gefüllt … und abgeleert. Bis man nur noch saubere „gute“ Samen hat.

Die guten und gereinigten Samen kippt man in ein feines Sieb und lässt sie gut abtropfen.

Dann kippe ich sie in einen Kaffeefilter, den ich zuvor sauber beschriftet habe. So können die Samen trocknen.

Sobald sie fertig getrocknet sind, werden sie in Papiertüten eingetütet.

Stecklinge von Handama im August

Heute gabs Handama zu essen. Beim Rüsten habe ich etwa 15-20cm lange Stängel geschnitten und die Blätter für die Pfanne abgepflückt. Jeweils das oberste Blatt oder die Triebspitze habe ich stehen gelassen und die Zweige in ein Glas mit Wasser gestellt und in der Küche stehen lassen. Daraus sollen neue Handama-Pflanzen werden, damit ich einige Reservepflanzen für den Überwinterungsversuch habe.

3 Wochen nachdem ich die Stecklinge geschnitten habe, konnte ich sie eintopfen. Ausfälle gab es keine.

25. August

Einige Triebe haben bereits erste Wurzeln gemacht.

An den Triebspitzen tummeln sich einige Blattläuse. Die werden einfach so gut es geht unter dem Wasserhahn abgespült. Sie stören die Stecklinge nicht weiter.

1. September

Am Glasboden ist sogar schon ein schönes Wirr-warr.

Die Triebe haben schon ganz schöne Wurzeln gemacht.

Die Stecklinge werden daher heute eingetopft.

Sie kommen einfach in Töpfe mit frischer Blumenerde und werden nach draussen gestellt.

In die meisten Töpfe habe ich jeweils 2 Stecklinge zusammengesetzt.

Handama vermehren

Meine Handama-Pflanze ist nun schon ein schönes Stück gewachsen. Vor allem ein Trieb wächst wie wild. Nun soll sich die Pflanze aber etwas verzweigen.

Darum habe ich gestern beschlossen, einen Steckling zu schneiden und wie von Rühlemann’s empfohlen in einem Wasserglas zu bewurzeln.

Ich habe eine ca. 15cm lange Triebspitze abgeschnitten und die untersten 2 Blätter entfernt. Dann einfach in ein Wasserglas gestellt.

Nun gilt es abzuwarten. Gemäss Rühlemann’s soll das Wasser alle 2 Tage gewechselt werden und in spätestens 10 Tagen sollte der bewurzelte Steckling bereit zum Eintopfen sein.

Nachtrag: Der Steckling hat Wurzeln gemacht und ist dann freudig weitergewachsen.

Im August habe ich nochmals Stecklinge gemacht – beim Ernten von Handama-Zweigen für die Küche. Dort ist ein wenig ausführlicher Dokumentiert.